31.01.2006

Über das Verhältnis von Bloggen und Journalismus ( + Webwatching)

Vor allem aus ökonomischen Gründen gestattet der Journalismus ein schludriges Verhältnis zu sich selbst und zu seinen Gegenst�nden. Er tut immer noch ungebrochen so, als ginge es ihm darum, seine Konsumenten sachlich und nüchtern über die Welt aufzuklären.

[TP: Kiemenatmung auf dem Sofa]



Ein lesenswertes Interview mit Sofablogger Peter Praschl bei Telepolis.



via wirres





Der Artikel wird auch in Webwatching erscheinen, das zwar toll flashig ist und eigentlich auch so wie Telepolis (nur irgendwie anders), aber mich so gar nicht zum Lesen animiert mit dieser seltsamen Navigation, die zwar gar nichts videotextiges hat aber ähnlich holprig daherkommt wie Fernsehen. Texte in Vierecken auf Vierecken. Igitt...

30.01.2006

Stefan Niggemeier: Digitale Revolution

Und je schneller sich Journalisten und Medien darauf [auf Inhalte erstellende 'Rezipienten', vulgo: Blogger] einstellen, um so größer ist die Chance, daß sie auch unter diesen Bedingungen noch besonderes Gehör finden werden.



Stefan Niggemeier: Digitale Revolution in der FAS



Der Artikel enthält einige SEHR deutlich formulierte Ansagen an bestehende Presse-Blog-Projekte und (AV-)Medienproduzenten allgemein.







via swr

27.01.2006

Redaktionskonferenz (Forum Lokaljournalismus)

Dr. Jost Lübben, Chefredaktuer der Nordsee-Zeitung und Stefan Kläsener, stellvertretender Chefredakteur der Braunschweiger Zeitung liefern in einem Telefon-Dialog-Sketch eine Zusammenfassung der Themen auf der Agenda der Tageszeitungen:



* Wenn man schon mit weniger Mitarbeitern auskommen muss, dann sollte man die Fortbildung nicht vernachlässigen.

* Die Leser sollen auch Inhalte für Webauftritt und Blatt erstellen und nicht nur in Events eingebunden sein.

* Die Kommunikation von Lokalredaktionen und Zentralredaktion muss verbessert werden - zum Beispiel auch durch gegenseitige Hospitationen oder dreimonatigen Jobtausch. wichtig für die 'draußen' ist es auch die Kriterien der Blattkritik zu kennen und die Psyche der leitenden Redakteure zu verstehen.

* Verbessert werden muss die Schnittstelle zum Marketing - gute Inhalte wollen auch nach Außen kommuniziert werden. Dabei sollte das Marketing Kompetenz zeigen 'auf Augenhöhe' agieren und verstehen, dass man nicht Konserven verkauft sondern ein journalistisches Produkt.

* Der Nutzwert der Lokalzeitung für klar definierte Zielgruppen muss gesteigert werden - und für andere Zielgruppen müssen neue Formate entstehen (z.B. Jugendmagazin statt Jugendseite (og))



[Hier hab ich auch kein Foto, hat jemand?]

Carmen Thomas: Hirn-Stürmen professionell (Forum Lokaljournalismus - Pforzheim)

129_2955_r1Carmen 'Schalke 05' Thomas brachte dem Plenunm nahe, wie sie Themen erarbeitet: mit professionellem Brainstorming.



Kann man 20 bis 80 Ideen in einer Minute haben? Und was macht man damit? Wie macht man aus in Turbogeschwindigkeit produziertem Hirn-Dung den Dünger für neue Ideen? Wie baut man mit Pro-Brainstorming in 5 Minuten das Grundgerüst für einen Artikel?



Na, ich werd das jetzt nicht alles erklären, aber es ist schon nett, wenn einen Dame einen Saal mit 100 Journalisten dazu bringt sich Anagramm-Konzepte via "Gymnastik" zu merken ;-).



Ich werd auf jeden Fall mal in das eine oder andere Buch von Carmen Thomas reingucken.

Aus den Arbeitsgruppen (Forum Lokaljournalismus edr bpb.de im Pforzheim)

Als erstes gabe es hete für alle Rückmeldungen aus den workshops von gestern:



Die 'Qualitätsgruppe' identifizierte unter anderen Glaubwürdigkeit, Fehlerfreiheit, ansprechende Präsentation und personell gute Ausstattung in Quantität und Ausbildungs- und Fortbildungs-Qualität als Qualitätsfaktoren von Zeitungen.



Bei der Aufstellung von Quautätsstandards könne man nicht über einen Kamm scheren sondern müsse regionale Besonderheiten berücksichtigen. ein Qualitätsleitfaden müsse dann in Form von Nachschlagewerken zur Verfügung gestellt werden und laufend zur Anleitung und Kontrolle der Arbeit herangezogen werden.



Bei der Themesuche solle die Frage 'Was passt zu meiner Zeitung?' Leitlinie sein.



Über den Crossmedia-Workshop habe ich ja bereits gestern ausführlicher berichtet, so dass sich eine Zusammenfassung erübrigt. Am Rande jedenfalls war ein nicht wenigen gesprächen festzustellen, dass Leserbeteiligung bei den Inhalten (statt nur bei Events o.ä.) und Weblogkonzepte für Redaktion und Leserplattformen ins Interesse rücken.



Der Fußball-WM-Workshop suhcte nach regionalen Möglichkeiten die WM zu thematisieren - auch da wo keine Spiee statfinden. mache Zeitungen bauen Video-Arenen auf, andere planen Tipp-Spiele und thematisieren Fan-Probleme oder holprige Ticketvergabe.



Bei der Darstellung der POlitik in der tageszeitung werden neue wege gesucht - jensets des Abarbeitens von Presseonferenzen. So interviewen mancherorts kompetente Bürger die Funktionsträger oder man versucht de Qualität von leserbrefen zu erhöhen, in dem man die Leserbriefrichtlinien publiziert: maximal 40 Zeilen sollen sie zum Beispiel lang sein, keine 5 Seiten.

MIt UNterstützung des hauseigenene Callcenters kann man sogar umfangreichere und repräsentative Bürgerumfragen realisieren und thematisieren.

Amtsträger - wie Bürermeister - kritisieren das 'Drängeln' der Journalisten, die Statements zu Kompexen möchten, die in Parteien und Verwaltug noch gar nicht durchdacht sind.

Als Filter für politische Themen wird auch deren Alltagsrelevanz vorgeschlagen und die Tageszeitung sieht sich durchaus in der Rolle, dass sie Themen nicht nur berichtend aufgreift sondern auch Themen setzt.



In Anlehnung an Schopenhauers Stachelschwein-Fabel wird die korrekte Distanz zwischen POlitik und Medien angemahnt: entfernenn sie sich zu sehr voneinander, so erfrieren sie, sind sie sich zu nah... piekst man sich.

W(ahl)-Award 05 Presse und Radio (Forum Lokaljournalismus der bpb in Pforzheim)

Nach einem vollen Arbeitstag ging es gestern Abend dann mit drei Bussen zum Schloss Neuenbürg im Nordschwarzwald zur Verleihung der Wahl-Awards 05 für kreative Berichterstattung, die zur kompetenten Stimmabgabe motivieren sollte.



In den Kategorien Presse und Radio wurden jeweils vier Preise vergeben. Sehr schön fand ich, dass viele junge Journalistinnen und Journalisten und sogar eine Volo-Gruppe und ein Studentenradio dabei waren.



Aufgelockert wurde das Programm durch Auftritte des Ruhrpott-Comedians Hennes Bender (klein und an sich unpolitisch - aber oho), der Einblick in die Kumpel-Seele gewährte, Frank Plasberg vom WDR ("hartaberfair", den kenn ich noch als Moderator bei weiland SWF 3), der Ankläger und Verteidiger der Journalisten zugleich spielte und versuchte zu ergründen, ob die Journalisten schuld an der Medien-Polit-Show sind oder ob diese doch 'echte' Information über politische Themen liefert. (Er tendiert offenbar zu letzterer These.)



Die Kaufbeurener Theatergruppe SPOT präsentierte ein Mini-Musical mit bekannten Melodien und dem Titel 'Lustbar' (Melodien von Rühmann, aus 'Cabaret' und andere übliche Verdächtige), das Museum auf Schloss Neuenbürg lud zum Besuch der wirklich empfehlenswerten Märchen-Show 'Das kalte Herz' (Wilhelm Hauff) ein und vor Mitternacht gab sich Gunther Gabriel in der Rolle des Arbeitnehmer-Barden (wegen Beinbruchs an Krücken aber voller Energie) ein Stelldichein und alles sang angestachelt von der ostwestfälischen Rampensau 'Country Roads, take me home'. (Insider-Gespräche am Rande heute deuten an, dass auch Rampensäue mehrdimensionale Charaktere haben, aber auch das hatten wir vermutet.)



Überflüssig zu sagen, dass für das leibliche und... geistige Wohl der Anwesenden üppigst gesorgt war und dass auch Landrat Karl Röckinger (er legt Wert auf: 'parteilos') und Neuenbürgs Bürgermeister Theo Schaubel (im Job wenn ich ich recht entsinne seit 1982 und in seiner letzten Amtsperiode) ihre mal längeren (Landrat) und mal kürzeren (Bürgermeister, das Gebot der späten Stunde erkennend) Grußworte an Mann und Frau bringen konnten. (Hat mir jemand mal nen Waffenschein für den vorhergehenden Satz? Danke.)



(Fotos folgen eventuell, meine Kamera war im Bus geblieben.)



Ps: Wohl-Ahwahrt, oder wie? *g*

26.01.2006

Schleichwerbung - Horst Müller, Hochschule Mittweida, FB Medien

Nach dem Mittagessen (bei mir und ohne Foto: Schäufele mit Apfelweinsauerkraut und Dinkelspätzle mit Trollinersauce und Apfelstrudel mit Valilleeis und Vanillesauce):



Scheicherbung ist "fehlende und für die Nutzer nicht erkennbare Trennung von redaktionellen beiträgen und Werbung".



Mueller2



Beispiel "Antenne Bayern": Hinweise Musicload (T-Online).



beispiel: Müller selbst war als Veranstwortlicher zuständig für 'Schleichwerbung für Playoy' = 'PR ;-)'.



Zeitungen Rundfunk und TV wurden passend zu Veröffentlichung mit material versorgt - und es wurde erwähnt, woher das Material stammte - vom Payboy. (Veröffentlichungstag wurde vorgegeben - Umfang - Platzierung wurde abgesprochen, Tenor! -> Playboy ist positiv darzustellen)



Handy klingelt - Refrent: 'Es gibt bessere Klingeltöne'. - Lacher.



gesamtpublikum



Es gab keine Anziegen-Gegenleistungen. Müller war damals überrascht über das monatlich erreichbare Volumen.



M. hatte keine moralische Bedenken- und hat sie auch heute noch nicht. Die Vertretung in den Medien, deren positives Echo und die Wirtschaftlichkeit waren Jobziele.



45-60 % der zeitungen 'nehmen Rücksicht' auf Interessen der Inserenten oder 'unterstützen diese redaktionell'.



Landesmedienanstalten erkennen angeblich 80-90% aller Schleichwerbungsfälle, jedoch bleiben gesetzliche Sanktionen aus.



beispiel Bild: Döpfner bezeichnet Schleichwerbung als 'brandgefährlich' -- bald erscheinen jedoch lobende, gar hochjubelnde, Artikel für den aldi-PC, flankiert von ganzsseitigen Anzeigen.



Journalisten geraten in massive Glaubwürdigkeitsprobleme bei ihren 'Kunden': den Lesern.



'Ein bisschen Journalist geht nicht.'

Crossmedia, Bürgermedien & Weblogs - Chancen und Risken: Panel beim Forum Lokaljournalismus

Here's liveblogging from the panel...



Das foto-vorgerwarnte Publikum:

IMG_2941 (Klick aufs Bild.)



Jürgen Marks (Bild unten) begrüßt mit grippe-belegter Stimme die Besucher.

IMG_2946

Treiber der Veränderung in Tageszeitungen ist das Internet. Der Guardian nennt den Bürgerjournalismus einen Revolution.



Die Leser findet man im Internet.



Es referieren und diskutieren:



IMG_2943

(v.r.n.l.)

- Uwe Haring, Chefredakteur Antenne Münster (Jugendangebot "Lenz")

- Dr Rainer Kurlemann (Opinio, Rheinische Post)

- Thorsten Schilling (bzp), fluter.de

- Oliver Gassner, Problogger



* http://lenz-show.de ist ein Radio-Online-Zeitungsformat für ein junges Publikum, die 'eigentlichen' Machermedien treten nicht namentlich auf, weisen aber in ihren Medien auf das Format hin. Radiomacher schreiben auch die Printbeiträge. Gesendet wird am Freitag abend im Monopol-Lokalradio.



* Opinio: Leser schreiben für Leser (URL vergl. Wikiseite: http://www.carpe.com/wiki/wiki.pl?Weblogs_Und_Die_Presse

** alles wird vorher gelesen

** Heft monatlich nit Schwerpunkttehemen

** wöchentliche Opinio-Page in der Rheinischen Post

** Profi-Konzertbesprechung und Leser-Konzertbesprechung stehen nebeneinander

** Autorin beschreibt 'Geschichte eines Ehebruchs'

** 'Rockerbaby' (ca 30) stirbt und Mutter stellt 'Abschiedsgeschichte' für Forum bereit.

** 22 Minuten Lesezeit pro Monatsmagazin, 55000 PIs pro Monat, 1725 Autoren, 20+ Autoren / Monat, 244 Artikel und 800 Kommentare / Woche

* Schreibwettbewerb bei Schülern zur Verjüngung der Autorengruppe (sonst im Schnitt 30) -> 180+ Beiträge

* Anzeigenmarkt wächst, ist aber noch nicht kostendeckend.

* Vernetzung von Redaktion und Opinio wächst

* keine Honorare, Bilder der Schreiber

nicht verwendbar* bpb.de -- Thorsten Schilling

** Assets auch online nutzen

** Nicht die PR-Abteilung einer Bundesregierung

** Web 2.0

** Rechtefrage RSS

** fluter.de, Beiträge von Jugendlichen, DVD

** Laienpriestertum des Meinungsmachens

** DVD-Auskoppelungen der bpb.de Website

** Formate zugängllicher machen, bpb als Quelle für 'Hausaufgabenrecherche'

** Kommunikationskreisläufe mit Nutzern installieren (existent: "best practice"-Netzwerke von Lehreren in Kontext mit bpb

** Politik für Kinder: http://hanisauland.de/





Mein eigener Beitrag umfasste im wesentlichen eine ERklärung was Blogs sind und warum sie funktionieren (verlinkung, Google), plus die Inhalte der Wikiseite und des POstings von vorgestern.



Gelernt habe ich noch zweierlei:

* Bloggplattformen aufzuziehen ist für (Regio)medien nicht so einfach, wie es scheinen könnte

* Wenn diese medien ihre rezipienten nicht jetzt zur Bloggen oder "Bürgermedien produzieren" kriegen, dass machen die das halt mittelfristig anderswo.

25.01.2006

jamba abbestellen - Google-Suche


src="http://pagead2.googlesyndication.com/pagead/show_ads.js">


Die Anleitung, wie man Jamaba abbestellt ist hier:
http://blog.oliver-gassner.de/archives/1194-Jamba-Abos-abbestellen.html

***


Heute ist wohl Google-Tag:



jamba abbestellen - Google-Suche



Auch nicht schlecht:



http://typo.twoday.net/stories/1020460/hat einen Google Platz 1 für 'Jamba abbestellen'.

Weblogs und die Presse

Als 'kleinen Vorbereitung' für übermorgen habe ich mir mal einen Überblick verschafft, der bisher nur eher en passant vorhanden war: Über Weblogprojekte bei Zeitungen und Magazinen.



Hier die Wikiseite dazu:

CarpeWiki: Weblogs Und Die Presse.



So grob:

* Bunte und Focus lassen Promis bloggen

* Die meisten Zeitungen und Magazine lassen ihre Mitarbeiter bloggen, auch freie.

* Die Avantgarde der Zeitungen ersetzt Communities durch Blogplattformen und zeigt Ansätze zu 'citizen media' (und wollen kein Geld dafür).

* Und ganz selten landet dann das Gebloggte in Auswahl auch im Druck.

* freie Journalisten bloggen sowieso vermehrt



These:

* Mehr Zeitungen werden Journalisten bloggen lassen als 'Ventil' für Material, als 'Fuß in der Tür der Blogosphere' und als Zusatzcontent für deren Online-Auftritte

* Freie Journalisten werden ihre Blogs ebenfalls als Wissensspeicher, Kompetenzbeweis und Marketinginstrument nutzen

* Mehr Zeitungen werden sich Richtung 'user generated content' wenden (schon aus Kostengründen und zur Leserbindung)



Was obige Aufstellung nicht leisten kann: Analysieren inwiefern die Blogosphere ein explizites Recherchefeld ist bzw. wie News via Blogs in Print wandern. Laut Umfragen passiert das: Journalisten recherchieren explizit in Blogs und holen sich dort Themen.



Wie sehr sich das 'Watchblogging' ausweiten wird, wird sich auch zeigen. Die Sogwirkung von Bildblog.de wird da denke ich irgendwann einsetzen. Ob das allerdings (kommerziell) erfolgreich wird, ist die Frage.




Grade kriege ich auch eine Mail, dass Jürgen Marks die Rolle von Jochen Wegner übernimmt und moderieren wird. Jürgen Marks ist (bald Ex-)Mitglied der Geschäftsleitung bei Tomorrow Focus und für Portale zuständig.



Schade, ich hätte Jochen gerne kennen gelernt.



Update: Mario hat auch ein jahreszeitliches Unbill getroffen: Grippe.

Noch n Update: Fipptehler raus.

"Jean-Remy von Matt ist" - Google-Suche

Das ist auch lustig:



"Jean-Remy von Matt ist" - Google-Suche


  • Jean-Remy von Matt ist beleidigt. über das undankbare Volk

  • Jean-Remy von Matt, ist offenbar nicht zufrieden mit der Resonanz...

  • Jean-Remy von Matt ist doch Schweizer, oder?

  • Jean-Remy von Matt ist Schweiz und ich bin Österreich.

  • Jean-Remy von Matt ist laut Schweizer Weltwoche der „kreativste Werber Deutschlands“, ein Urteil, das auch der Focus teilt.

  • Jean Remy von Matt ist angepisst. Und wenn schon?

  • Jean-Remy von Matt ist hoffentlich nicht Deutschland.

  • Jean-Remy von Matt ist genial und selbstlos.

  • Jean Remy von Matt ist Schweizer und kam in den achtziger Jahren als Kreativdirektor zu Springer & Jacoby.

  • satire-jean-remy-von-matt-ist-klowand.html

  • Jean-Remy von Matt ist sauer. Weil die mediale Öffentlichkeit seine Kampagne "Du bist Deutschland" nicht mag, ja sie sogar bösartig verhöhnt

  • Jean-Remy von Matt ist offenbar schwer sauer und hält Blogs für Klowände.
  • nachtrag um 14.15 uhr: jean-remy von matt ist in brüssel geboren und hat in der schweiz studiert.
  • Jean-Remy von Matt, ist einer der beiden Gründer von "Jung von Matt", der Werbeagentur, die eine der entscheidenden Kräfte der "Du bist Deutschland"
  • Jean-Remy von Matt ist laut einer Umfrage der kreativste Kopf der deutschen Werbebranche.
  • Der hochdekorierte Schweizer Werber in Deutschland Jean-Remy von Matt ist sauer auf die Kritiker seiner "Wir sind Deutschland"-Kampagne.
  • Auch Jean Remy von Matt ist jetzt ganz sauer, dass die Weblogs (Digitalen Klowände) ihm seine ganze Werbekampagne versauen. Ohhhh.
  • Jean-Remy von Matt ist ganz schön böse auf all die Nörgler, die seine Kampagne “Du bist Deutschland” nicht so großartig finden wie er.
  • Jean Remy von Matt ist der Meinung, dass man ihn erstmal um Erlaubnis fragen muss bevor man seine Meinung über seine Kampagne äussert,...
  • Der Herr Jean-Remy von Matt ist schwer beleidigt. Und das mit Recht - denkt zumindest er.
  • Jean-Remy von Matt ist beleidigt ... und beleidigend...
  • Jean-Remy von Matt ist schwer beleidigt, weil wir den Boden nicht küssen, auf der er sich bewegt und sich niemand für das Geschenk bedankt,...

  • Jean-Remy von Matt ist von. der Marke und der Gesellschaft. Swiss überzeugt.
  • Jean-Remy von Matt ist der Kreativchef der Agentur, der Herr über Texter und Artdirektoren.
  • Jean-Remy von Matt ist Eurobest-Jurypräsident.
  • Jean-Remy von Matt ist Präsident der Eurobest 2005 Europäischer Kreativwettbewerb unter dem Juryvorsitz des Agenturgründers
  • "Du bist Deutschland"-Scherge Jean-Remy von Matt ist stinkig
  • Der Werber

    Jean-Remy von Matt ist stolz auf den Grosserfolg «Geiz ist geil». [Aha. -og-]
  • das Buch von Holger Jung und Jean-Remy von Matt ist „simply the best
  • Jean-Remy von Matt ist seit 2003 Professor für Werbung an der Hochschule Wismar.
  • Seit 2004 ist er Mitglied im schweizer Art Directors Club (ADC).



Ende der "gekürzten" Trefferliste. das 'ist beleidigt' war natürlich noch viel häufiger...

23.01.2006

"Weblogs für Firmen, Freiberufler, Akademiker und ..." - AK Interative Systeme, Stuttgart - 17.01.06

"Weblogs für Firmen, Freiberufler, Akademiker und ..." - AK Interative Systeme, Stuttgart - 17.01.06

ist ja nun rum und bevor am Donerstag was Neues kommt, ist noch was zu erledigen: Das PDF der Folien ist zu bloggen.



Ich hab es getestet: Die Folien 'runterlabern' kann ich in 20 Minuten. Wir haben uns mit dem Folien an dem Abend 2 Stunden amüsiert, weil ich das absichtlich so angelegt habe, dass die Leute Fragen stellen können und sollen. Was sie dann auch getan haben. Und das Feedback war OK ;-) Danke nochmal an Astrid Beck für die Einladung (en passant: ein Open-BC-Kontakt.)



Ja, mir ist bewusst, dass man zu den obigen Themen auch drei zweiwöchige Seminare abhalten kann ;-)

20.01.2006

Webprojekte

- Knallgrau

* Umbau klassischer Communities (Foren mit Platzhirschen) in Weblog-Communities mit mer Mini-Gruppen (Granularität)

* Seibersdorf, Forschungsprojekt, interne Kommunikation, Intranet, große Beteiligung, Kommentieren funktioniert, hohe Sicherheitsanforderungen,

* 'kritisch' sind Evangelisten innerhalb von Organisationen



- ver.di-Blogs

* 50 Blogs

* Lidl-Blog

* ver.di-jugend. vorgezogene Bundestagswahl

* Teilhabe an POlit-Aktionen: http://aktion05.de

* Regionalgruppen mit Blogs, 'Aussbildungs-Staus' organisieren

* Aktionen: "Wir wollen auch so ein Spielzeug"

* Wirkt nach innen: Zusammenhalt



- Oliver Baer & Martin Roell (Update: verkürzt und geklärt)

* Projekt: solifer

* nteressenten sollen soli fer finden (Sinus-Millieus)

* deutsch sprechen

* Anfragen sollen frühzeitig nach Ernsthaftigkeit bewertet werden können

* Gut gebildete Interessenten. Wissen alles, was sie brauchen.

* Weblog dient auch dazu, ernsthafte Interessenten zu identifizieren und so Zeitverlust im Kleinunternehmen zu minimieren

19.01.2006

NetzTag (Gassners erstes Blog + Netzarchäologie 1999-2006)

Natürlich ist es müßig zu fragen. wer der erste deutsche Blogger war. Ich wars nicht. Eher Claudia Klinger oder Melody. Aber wer und wann ist schon lustig.



Ich hab gestern beim Wühlen in blogger.com mein erstes Blog und das dort vorhandenen Backup eines Vor-Blogs (d.i. Online-Tagebuch ohne Blogsoftware) gefunden, das ich offenbar manuell gemacht habe (wahrscheinlich mit einer Vorlage von Claudia Klinger, schwer zu sagen - meine Frau und ich hatten jedenfalls im Herbst 1999 mit einem Doppel-Schwangerschaftstagebuch basierend auf einem Template von Clauda angefangen, das liegt entweder noch irgednwo auf einem T-Online-Webspace oder in irgend nem Backup hier auf ner CD-ROM und wurde bald eingestellt):



Start davon: NetzTag



So lässt sich das rekonstruieren:

* Manuelles 'Netztagebuch' von 16.3.1999 - 2.9.1999, wahrscheinlich bei http://carpe.com/nt/ falls jemand die WaybackMachine bemühen will.

* 11.11. 2000: Eröffnung eines Blogger.com-Weblogs (das nicht der reinen Datensammlung für Newsletter oder so diente) unter dem Namen 'Netz/Tag' (wie es vorher hieß, wer weiß das schon, wahrscheinlich aber auch so), wo das lag: ggf. auch an obiger URL

* 29.11.2000: letztes Posting in Netz/Tag, höchstwahrscheinlich wg. Umzug nach http://carpe.com/bm/ unter dem Namen 'brain/map', das dortige Greymatter ist zerschossen, das 'Archivblog' davon aktuell auch, das liegt/lag an sich unter http://screenbrain.cyberabad.de.

* Planung: Sicherung von screenbrain/brainmap auf einem S9Y. wenn ich dazukomme.

* 18/19.1.2006: Sicherung des offline stehenden Netz/Tag unter einer Blogspot-URL (wo es vorher nie lag).



Ob ich Netztag noch weitermache: Mal sehen.

09.01.2006

Join ICT Blog - oder auch nicht.

Join to ICT Blog steht bei einem auf englisch geführten Gadget-Blog, das Blogger sucht, die in diversen Sprachen dort Gadgetbloggen udn die Originalartikel übernehmen dürfen - so sie wollen oder einfach selbst vor sich hin bloggen. Dafür kriegen sie ein Gratisblog mit Gratisdesign und dürfen 100% der Werbeeinnhamen behalten.



"Einziger Haken": Sie 'müssen' mit Flaggen im Kopf des Blogs auf die anderen Sprach-Clones des Hauptblogs verlinken.



Cool, was?



Kurzer Check: der Jerl hat so 500-700 Besucher am Tag; gute Basis.



Ich probiere bei der Blogsuche mein Lieblings-Test-Suchwort aus: Sex.

Null Treffer. Schonmal schlecht. Wie will er da auf Besucher kommen? ;)

Also: The Internet is for Porn, also probieren wir: Porn. Und da kommt dieser Artikel.

Der gibt brav seine Quelle an, wie es auch für einen deutschen Gadget-Blogger bei ICT Vorschrift wäre.



Und was sehen wir? 1:1 der gleiche Artikel. Hm... Ja.



Uncool, ne?



Und da es Gizmodo auch auf deutsch gibt, würde man ggf. wegen der Übersetzung auch noch hierzulande "direkt" rechtlich angreifbar. (IANAL

).



Da der Macher des Blogs meine Quelle für das "Jobangebot" - nicht für die 'Verfahren' des Herrn, die sind mir aufgefallen - (Martin Röll) drauf hinwies, dass sein Blog werden solle "wie Gizmodo", hab ich dann odch mal an ihn gemailt und ihn auf die artikelgleichjeit hingeweisen.



Ich zitiere die Antwort:



Hi



I do agree with you about using other blogs contents in ICT Blog! but as you know its usual todays on net! and I will try to dont use other blogs notes on mine.

any way I sould say thank you for a post on your blog that you explain my project. I am an official employee and I am doing internet related actions as my part time job! I can earn about 500$ monthly bye this kind of text advertisment on my blog! so I think it is not bad for just 1-2 hours working on it.

If we could start or blogs in languages, I think we will be able to earn

more.

So I dont understand that you wanna join me and help me in or no?

Please let me know your answer for next steps of Project.

Bye




D.h. der Typ ist ein Dieb ohne jedes Unrechtsbewusstsein ('das machen alle im Netz').



Sein Name: Asgar Asgharzadeh



Ich werd ihm antworten, dass ich mit Dieben nicht kooperiere.

Rezept: Lebkuchenhaus selber machen

Zuerst war Jan bei uns zu Besuch und hat uns 'geholfen'(naja, wie ihm) ein Lebkuchenhaus für uns zu amchen, und kürzlich waren wir bei ihm um ihm nochmal zu helfen (und uns ganz uneigennützig leckerst bekochen zu lassen).



Zu Jans Rezept (und einem Link zu meinem Flickr-Set): Rezept: Lebkuchenhaus selber machen

06.01.2006

Vom guten Leben

[Wir waren gestern im Schloss Neuenbürg im Nordschwarzwald, dort wird in einer Reihe begehbarer Zimmer das Märchen 'Das kalte Herz' von Wilhelm Hauff dargestellt.]



Julian (5j 8m): Gell, von dem Märchen konnte man lernen, dass Geld nicht das Wichtigste ist, sondern dass man gut zu anderen Menschen sein soll?



Ich: Ja, das kann man.



Julian (streng): Die zwei Wünsche waren ja auch sehr unvernünftig.



Ich: Ja, das waren sie.



[Der "Held" Hauffs wünscht sich vom Glasmännlein, dass er immer soviel Geld hat, wie der reiche Echeziel - der später im Glücksspiel an den Helden all sein Geld verliert, wodurch sich der Held selbst ruiniert - und eine Glashütte. Das Männlein verweigert - wie es vorher angekündigt hatte - jetzt den dritten Wunsch, da die die ersten beiden unvernünftig sind.]



Julian: Darf man sich vom Glasmännlein nur drei Sachen wünschen, wenn man ein Sonnatgskind ist?



Ich: Das war ein Märchen, in dieser Geschichte ist das so. Ich glaube, dass jeder ein glückliches Leben führen kann. Was wäre denn dein erster Wunsch?



Julian (überlegt): Ein gutes Leben.



Ich: Was ist das?



Julian: Ein gutes, glückliches Leben.



Ich: Und wann ist ein Leben gut und glücklich? Was hättest du dir gewünscht?



Julian (überlegt): Dass ich gesund bleibe. (Pause) Ist das ein guter Wunsch?



Ich: Ja, ich glaube, das ist ein guter Wunsch. Du hast noch zwei Wünsche.



Julian: Dass ich eine Frau habe. Ist das auch gut?



Ich: Ich glaube du wünscht dir, dass du einmal nicht allein bist und dass du eine Frau und Kinder hast, die bei dir sind und dich gern haben. Ja?



Julian: Ja.



Ich: Ich glaube, das ist ein guter Wunsch, niemand sollte allein sein. Was noch?



Julian: Und dass ich ein Haus habe. Ist das auch gut?



Ich: Meinst du, dass man nur mit einem Haus glücklich sein kann?



Julian: Vielleicht nicht.



Ich: Ich denke schon, dass jeder ein Zuhause haben sollte, aber vielleicht muss es kein Haus sein.



Julian: Ja, das denke ich auch.