11.12.2008

Kleine Typologie des Kommentarspams - und ein Vorschlag

Unter
XING - - Business Weblogs - Artikelbaum "Bezahlte Blogkommetare - hat das Zukunft"
entspinnt sich gerade ein kleiner Dialog über Kommentarspam durch "Agenturen".

Meine Einlassungen dazu auch hier:

a) Leute mit komischen Namen (SEO) - wenn der Kommentator 'Versicherung' oder "Liegestuhl" heißt, wird fast jeder Bloger wach und haut das weg. Ich gehe dann soweit, den Kommentar stehen zu lassen, das Link 'kaputt zu machen' und eine Antwort dazuzuschreiben. auf deise Art schießt sich der SEOler selbst ins Knie, weil er meinen PR nicht bekommt und das Keyword ggf. bei mir endet. Da ich ich ins Link meist nur ein x oder einen * einbaue, ist trotzdem noch sichtbar, wer der Spammer war -> im Idealfall Reputationsverlust.

Hier gehe ich auch so weit und rufe/maile auch mal den Kunden, zu dessen "Vorteil" da gespammt wurde an und frage ihn, ob er weiß, was seine Agentur da macht. In der Agentur war es dann immer ein "Praktikant" oder in einem Fall auch ein "Mitbewerber, der einen japanischen Server gehackt hat" (hä?) - Den meisten Kunden ist das rechtliche Risiko einer solchen Vorgehensweise übrigens nicht ganz klar.

b) Leute wie oben, mit normalen Namen aber einem Link auf ein Nicht-Blog und meist auf eine Seite mit klar kommerziellem oder SEO-Background.
Ich verfahre dann wie oben.

c) Kommentar-Postings von türkischen Webmastern unter ein Twitter-Posting von mir, die sich alle nur mit "Thank you" äußern. da ich die Pages nicht beurteilen kann, hau ich das fast immer komplett weg.

d) Kommentare ähnlich wie b) die auf extrem kommerzialisierte und manchmal klar SEO-motivierte Blogseiten linken - falls die dann auch noch 'automatisch befüllt' werden, kann es schon mal passieren, dass ich auch mit einem Beitrag reagiere. Link wird de-valuiert, Kommentar bliebt ggf. zur Dokumentation stehen.

An sich verfährt wie oben oder ähnlich fast jede/r aktive BloggerIn. allerdings gibt es das Problem der Tausenden und Millionen 'toter' Blogs. Die entwickeln sich langsam zum Grab für Spamkommentare und kein Mensch guckt danach.

An sich bräuchten Blogs bei denen sich jemand 1 Monat nicht ins Backend einloggt eine Art 'Sicherheitssperre, so dass dann automatisch Trackbacks und Kommentare auf moderiert gestellt werden.

Das Hauptproblem bei dieser art von Spam ist übrigens, dass Leute, die auf einen Haufen solcher unmoderierter Blogs stoßen keinen besonders günstigen Eindruck von diesem Kommunikationsmittel haben. was ungerechtfertigt ist.




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