05.02.2009

Einfache Lektion(en) über Blogtraffic

Obwohl Blogs nicht mehr aufeinander verlinken und Blogs generell tot sind, geht es meinem Blog ganz gut, danke.

Im November hatte ich erstmals mehr als 10.000 Visits und hatte mich damals aus dem Fenster gelehnt und orakelt, dass wegen Feiertagen und Urlaub im Dezember und Januar nicht mehr erreichbar sei. Oh man, was I wrong.
Leichte Steigerung im Dezember, deutliche Steigerung im Januar auf 14.000 (ich denke: u.a. wegen meiner Bloggerei über Roberts Blogverkauf). Die PI steigen sogar noch etwas steiler von 12500 auf 18000.



Manchmal ist es doch schön, dass das, was ich seit Jahren über Blogs sagte, stimmt:

- Traffic auf dem Blog erzeugt Traffic auf das Blog (weil mehr Leute es finden, darunter mehr Blogger sind und die wieder verlinken und Besucher schicken was dazu führt, dass...)

- Zudem wächst natürlich von Blogtag zu Blogtag die 'Google-Flanke' und spült mehr Besucher herbei. Dabei sollte man sich nicht über die grämen, die wegen der Suche nach - für das Blogthema irrelevanten - Begriffen kommen, denn sie sind der Indikator dafür, dass sich im Long-Tail die gut versorgt fühlen, die wegen der Nischenthemen im Blog landen.

Soll ich mal erzähen, wie man sein Nischenpublikum pflegt? Mach ich gern in den Kommentaren auf Anfrage.

Die interessanteste Errfahrung übrigens sind die Kommentare: So ab 200-300 Visits pro Tag fangen nämlich die Diskussonen in den Kommentaren an, inhaltsreicher zu werden.

Macht Ihr auch diese Erfahrung?

(Abschlussthese: So oberhalb von 1000 Visits/Tag werden die Kommentare dann zum Stressfaktor.)

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Kommentare:

  1. Ja.
    Nur dass ich leider nicht auf 10.000 komme. Ich arbeite aber daran ...

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  2. Ich kann das, was du schreibst, auf meinem kleinem Niveau bestätigen. Was mich echt fasziniert: wie häufig auch sehr alte Beiträge noch aufgerufen werden. Ich habe seit Jahren fast nichts mehr über manche Themen geschrieben, die aber trotzdem noch gut 20-30 Prozent meiner Besucher ausmachen.
    Da stellt sich jetzt die Frage, ob man diesen Leuten dann wieder was bieten will oder sie "alleine" lässt.
    Aber wenn ich jetzt anfange, meine Suche zu analysieren und meine Themen nach "Keywords" auswähle, bin ich ja kein Blogger mehr - sondern mache ein Online-Magazin.

    Spannende Frage: Muss man Bloggern ab einer gewissen Größe die Änderung zu einem Magazin-Stil empfehlen oder lieber "never change a running system"?

    Und auf deine Hinweise wg. Nischenpublikum bin ich gespannt.

    gruß
    eric

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    1. Nun ja,. das kommt darauf an wozu du bloggst. wenn du nur bloggst um deine aktuellen Themen in die Diskussion zu werfen oder 'Tagebuch' zu führen: mach so weiter.

      An sich bin ich im Netz aktiv, um 'Wert zu bieten und orientiere mich deswegen auch am 'bedarf'. D.h. wenn DAS was ich schreibe, die Leute auch interessiert und wenn ich aus den Suchbegriffen und in SMs eingegebenen Fragen erkennen kann, was die Leute gerne gewusst hätten, dann kann ich mir überlegen, ob ich diesem Wunsch nachkomme.

      WENN ich das tue, dann 'bediene' ich diese Nische.

      Ddas Thema, ob man damit dann auch Geld verdienen will oder ob man die Nische lieber ausgliedern will (in ein separates Bog) ist eine andere .

      Grob gesagt:

      - wenn ich explizite Suchanfragen zu Themen habe, die ich als meine Kernthemen betrachte und über die ich auch gerne schreiben würde, dann tue ich meinem Blog einen großen Gefallen (und damit ja indirekt mir selbst) wenn ich diese Fragen bediene. Und zwar, big secret, indem ich EXAKT die Frage, die in die SM eingtetippt wurde (wenn es eine war), als Titel des Blogeintrags nehme, vom alten Beitrag hin und herverlinke und genau zu dieser Frage einen treffenden Eintrag schreibe.

      Mit dem Rest des Blogs kann man immer noch machen, was man will, da man ohnehin zu 99% die Googlebesucher bedient (bei diesen Einträgen zumindest.)

      D.h. ich blogge hier sowohl Fotos meiner Freizeitgestaltung UND auch anderes. stört sich NULL, was obige Nischenthemen angeht.

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  3. Du bist mit deinem Blog äußerst gut in der Blogosphäre vernetzt, was aber nicht daran liegt, dass du übermäßig viel bloggst (lassen wir mal da bitte mal diese links-Bloggings etc. weg). Das ist als Manöverkritik zu verstehen, nicht abheben. ;-)

    Aus dem Blickwinkel betrachtet, ist das jetzt eine berechtigte Frage, ob diese Art der Verlinkung besser oder schlechter ist, als Links auf richtigen Content. Ich kann diese Frage aus Sicht der Blogwelt nicht sinnvoll beantworten. Man kann nur trefflich sagen, dass ein hoher Technorati-Rank noch lange nicht aussagt, dass das Blog auch wirklich viel Content hat, wenn einfach nur die Links dahin gezählt werden.

    Aus dem Grund halte ich auch die Deutschen Blogcharts für Nonsens. Eher an wahre Tiefe würde man mit einer Kombination von Trafficmessung und Verlinkungsgrad kommen.

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    1. Yep, hab ich erst gestern wieder nem Kunden gesagt: Geht um Himmels willen vor die Tür auf Bloggertreffen und redet NORMAL mit den leuten. (Also nicht das Blog pitchen.)

      Wobei Traffic per se ganz einfach ist, wenn du mal in meine Stats guckst *g*. In so fern ist Traffic auch nur ein Maß für die 'Massenfähigkeit' eines Blogs.

      Und wenn du in die Top-Traffic-Blogs (via Blogoscoop z.B.) schaust, da frag ich mich, was das dort eigentlich dann aussagt, der Traffic. aber die sind dafür nahezu unverlinkt. Wie würdest du (hic Rhodos!) das gewichten wollen? (Und es hindert dich ja an sich auch keiner da selbst was zu basteln ;) )

      Ich selbst sehe Traffic nur als Indikator, dass sich die 'Konversdationsfähigkleit' des Blogs aufgrund seiner oogleplatzierung erhöht. D.h. Googletraffic bzw. Traffic von 'großen Blogs' ist der Garant dafür, dass Leute, mit denen ich gerne rede, mich auch finden.

      Traffic per se ist nur interessant
      - wenn man (idealerweise thematisch schmale) PI vertickert. aber das lohnt bei Blogs nur wirklich dann,. wenn man wegen schmalem Thema auch richtig gute TKPs bekommt.

      Ansonsten ist Traffic nur das Mittel zum Zweck der... Konversation.

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  4. Das kommt natürlich auch auf die Ausrichtung des Blog an.
    Kommentare nerven mich nicht, nur manchmal naive Hobby-SEO's ;-)
    Linkgeiz ist Mist und ich finde es schade, dass er zunimmt.
    Publikumspflege ist natürlich interessant!

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  5. Mir macht es am meisten Spaß die Konversation in den Kommentaren zu pflegen. Bei mir ist teilweise schon fast forenmäßig was los. Das finde ich klasse. Wei auch ich dadurch lerne. Weil man sich austauscht. Das geht erstaunlicherweise meistens sehr gesittet ab. Nervend sind nur Leute, die ihre URL in Namen haben und für ihren Krempel werben wollen. Naja, ich lese eh ALLES und JEDEN - da kann ich dann beherzt auf DE-Link klicken ;)

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    1. Das genau ist der Punkt:
      - RSS. Egal
      - KommentarZAHL: egal
      - PI: Egal
      - PR: egal
      - DBC (an sich egal, aber als Service auch für den einzelnen hilfreich)
      - Inhalt der Kommentare / Gespräche: Supi.

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  6. Also Traffic in Form von PI ist erst einmal ein sehr messbarer Wert und das ist ein anderer Wert für Reichweite. Die Linkbasis ist eine andere Größe, ebenfalls für Reichweite, aber das schon mal eine Ebene höher, denn für einen Link braucht es eine Website oder einen Dienst.

    Ich kenne viele Leser, die rufen Blogs morgens im Browser auf und tippen dazu die Adresse in die Adresszeile ein. Das ist über Technorati überhaupt nicht erfassbar und das wird eben dann auch nicht in den Blogcharts erfasst. Und deshalb sind die Charts hübsch angemachter Quark, der letztendlich nur die Reichweite von Blogs in der Blogosphäre selbst sieht. Geschwister, die die Zahl der Menschheit errechnen will, in dem sie sich selbst zählen. :-)

    Eine Mischung muss es machen: Verlinkungsgrad als ein Messwert, PI der normalen Seiten als weiteren Messwert und Zahl der Feedabonnenten als weiteren Wert. Dann ein vernünftiger Algorithmus drüber und dann kommen wir der Sache schon deutlich näher.

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    1. So, und von den 18.000 PI sind 60%+ nach 5 Sekunden wieder weg. 8ggf. haben ich denen schon geholfen (hoffentlich häufig) oder sie haben auf Werbung geklickt (zu selten ;))).

      Was genau bedeutet vor diesem Hintergrund das Wort: "Reichweite"?

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