07.07.2010

RSS und ich und warum es alles andere ist als tot

Robert berichtet in Google Buzz, das neue RSS-System übver seinen Umgang mit RSS und was es ersetzt.

meine KOmmentare dort dazu auch hier:


Ich nutze Feedreader seit Jahren als Themencluster. D.h. so wie Martin Kosersortiere ich die Feeds thematisch so dass ich WENN ich recherchieren will, aktuelles Material vor mir habe.
Die Anzahl der Blogs oder Podcasts die ich ‘lese/sehe/höre ist minimal im Vergelich.
ich gebe mich allerdings auch nicht der Illusion hin, mein Feedreader sei eine Mailinbox, die abzuarbeiten wäre.
“Leerlesen” habe ich schon 1992 im Usenet aufgegeben ;)

“Leerlesen” tue ich nur die Feeds von Kundenblogs, die ich begleite, und wenn es 10köpfige Redaktionen sind, die da täglich was schreiben, dann gehe ich da auch nur quer drüber und picke mit Positiv-Beispiele bzw. problematische Taktiken raus und sehe mir das genauer an.

Aktuelle Infos ziehe ich aus Twitter, Twitter Digests (RivvaSocial, paper.li & Verwandtes), Buzz, Rivva und andere Aggregatoren.

ABER:

Natürlich beruht das alles auf Feeds und RSS/POubHubSubbub etc.pp., gell? ;)

Insofern ist die Aussage, RSS sei irgendwie tot genau umzudrehen:

RSS ist die Basis aufgrund dessen alles "tut".

Man könnte genauso sagen dass es wegen wisiwyg in Wordpress kein HTML mehr "gibt" oder wegen Handys kein TCP/IP mehr.

Bloß weil man es nicht sieht ist es nicht ‘tot’. ;)
(Ist seit Jahren meine Rede, dass RSS insofern “irrelevant” ist (ob Leute es kennen und nutzen z.-B.) als es seine Aufgabe ist, irgendwann so unsichtbar zu werden wie HTML und TCP/IP.)

(Ergänzend zum kommentar dort.)

Aber in der Tat sind eventuell Feedreader tot. ich hab in den ersten Monaten meiner Twitternutzung (Dez-März 1006/2007) auch kaum in meinem Feedreader gesehen, weil alles was dort wichtig war auch wie Gezwitscher kam.
Eventuell ist auch das der Grund, warum 'unzweinullige Menschen' Twitter nicht verstehen ODER als Nachrichtenkanal (=RSS-READER-Ersatz) nutzen.

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