16.02.2011

Würde Shakespeare twittern?

Seth Godin hat eijn schönes Stück, in dem er kritisoiert, dass der neue Chef der US-Authors Guild denkt, dass Shakespeare heute nicht überstehen würde, weil ihm alles geklaut würde. Would Shakespeare tweet?

Godin erwähnt nur am Rande, Shakkespeare habe nie einen Lizenzscheck bekommen.

Er sagt aber nicht wieso ;)

Im Gegensatz zu seinem Kollegen Ben Johnson - den nur noch Anglisten oder harte Theatergänger kennen - hat Shakespeare *nie* selbst eines seiner Stücke "in print" publiziert. (Bei den Sonetten weiß ich es grad nicht, die eher...)

Das haben seine Schauspieler getan, die (im Idealfall) aus Souffleurbüchern und (wenn man Pech hat) aus dem Kopf, die Stücke rekonstruiert und publiziert haben. D.h. nicht er aber sie haben ein 'peer to peer crowdsourcing' (ok, besser 'Teamsourcing'/Teamwork) benutzt, um das Druckwerk herzustellen.

Shakespeare selbst hat dieses neumodische Druckzeugs nicht interessiert, er war 'Performer'. Die Beatles haben ja auch wneiger interese daran gehabt, ihre Lieder in Notenform zu verbreiten sondern eher auf der Bühne und auf Platten.

An anderer Stellen hat Godin erklärt, dass auch aus Autoren wieder 'Performer' werden, dei mit Lesungen und Auftritten mehr verdienen als mit Büchern. bei den meisten Sachbuchautoren ist es ja auch so. Dei schreiben das Buch zur Erhöhung des eigenen Marktwerts, weiter als direkte Cashquelle.

Da das Social Web eher was von einer Bühne hat denn von einem Buch. würde Shakespeare natürlich twittern, bloggen und facebooken. Und Schiller auch. Goethe eventuell eher weniger, und wenn dann über Naturwissenschaften ;) Und es gäbe ein Buch 'Chats mit Eckermann' ;)



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