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27.09.2014

Lokale Strategien im globalen Netz (Vortrag vom 26.9.2014)



Leider kann man bei Slideshare keine Slidecasts mehr speichern, die alten sind auch weg - was schade ist, da ich fast nur Slidecasts gemahct hatte.

Hier also ist der Audiotrack.

(Es dauert noch etwas, bis das Video bei Youtube verfügbar ist ...)

In Zukunft schaue ich, dass ich die Generalprobe als Recording/Screencast mache, dann wird es wieder besser ;)

23.09.2014

(V)DSL: Elemente der Social-Web-Kommunikation

Ich blogge immer mal im "Erfolgsbeschleuniger" (Disclosure: Kunde).
Der aktuellste Post:

(V)DSL: Elemente der Social-Web-Kommunikation

Hier versuche ich mal, von Plattformen zu abstrahieren (wie schon im letzen Posting) und eher strukturell an die Frage heranzugehen, wie erfolgreiche Social-Web-Kommunikation aussehen sollte und welche Aspekte der Kommunikation sie zu bedenken hat.

17.09.2014

The Digital Native killed the Web

Gewagt?
Ich kann's beweisen.

Lustige Szene im Uraubshotel. Digitnative will online. Rezeption will im Browser die 30 min kostenlos WLAN am Tag (!) freischlaten.

R: "Wo ist denn der Browser?"

Diginative: "???"

R: Dass womit du ins intenet gehst!

Diginative: ???

R: findet es

Ich: Wissen Sie, der Browser ist irrelevant, es gibt Apps, Whatsapp, Facebookapp, Messageapp, Spiel, Youtube, Der Browser ist auf dem Smartphone überflüssig.

Diginative: guckt mich grinsend an

11.09.2014

Über den Tod des Kommentars - und ein Lösungsvorschlag

"No comment – Wer leistet die Verdichtung?" schreibt Christoph Kappes und analysiert sehr schön die Rolle des Kommentars in der digitalen Medienwelt.



Sein Vorschlag (wenn ich recht verstehe), dass sozusagen 'öffemtlich rechtliche Kommentarsubcommunities' staatlich finanziertw erden sollen, ist originell, aber... ich glaube nicht tragbar. Er diskutiert auch einige andere Lösungen (für jedes Medium ein Watch-/Kommentarblog (an sich auch ne gute Idee, am besten eine Watchblogcommunity)), die fast in eine Richtung gehen, die ich vor Jahren mal vorgeschlagen habe:



Mein Kommentar bei ihm:



Ich habe vor Jahren mal den Tod des Trackbacks und des Kommentars vorausgesagt (dummerweise finde ich das Blogposting nicht mehr) -  bezogen auf Blogs, und einfach vorgeschlagen, wer was zu kommentieren habe, möge dann einfach irgendwo bloggen und jemand möge diese Konversation dann analysieren, darstellen und ggf. durch die Crowd filtern lassen.


Einige solche Dinge wie rivva haben wir gesehen und ich weiß nicht mehr, ob ich damals Google News schon kannte bzw ob es das damals schon gab.


Ich halte das immer noch für eine bessere Lösung und auch in der Blogosphäre ohne Massenmedien gab es schon Debatten, die sich verbreitet haben. Vielleicht etwas langsamer, sozusagen als "Shitbreeze", Das soll ja nicht zwingend als Nachteil gesehen werden. Den Kitt zwischen den Debatten können in der Tat die Social Networks schaffen, die auf der persönichen Schicht die gesellschaftlichen (=sozialen) Themen steuern und "Cues" geben für die Kommentarthemen im jeweils eigenen Blog.


Der Diskurs ist ja zwischen den Massenmedien genauso zersplittert wie im Web allgemein, eine Notwendigkeit für eine Zentrale gibt es nicht. Die Darstellungsplattformen für die verteilten Diskurse können verschiedene Modelle entwickeln, wie sie das machen und kuratieren (vgl. Slashdot-Kommentarrating) und es kann sich das Herausmendeln, das dem jeweils Diskursierenden genehm ist. Das wäre digitale Pluralität mit allen Vorteilen und fast ohne die Nachteile. (Außer, dass der Trolltraffic nicht mehr auf den Medienseiten wäre, nuuun ....)

12.05.2014

@saschalobo 's #rp14 - Rant und eine Idee zur Spendengenerierung für die Netzlobby

Die Lektüre von Sascha Lobo: Die Standpauke, die die Netzgemeinde ins Mark trifft [#rp14] hat grade was in Gang gesetzt. Mal wieder eine Idee....

Seit der #rp14 geht mir der Appell vpn @saschalobo nicht aus dem Kopf, dass de 'Profilobby' der Netzpolitik unterfinanziert ist.

Als Lösung würde ich sehen, dass man bestimmte Cashflows aus Communityaktivitäten mit einer Art "FReiwilligen NetzLobbySteuer" (das Ding braucht noch nen besseren Namen) belegt.

Grob und konkret gesagt:

1)
Was WENN (nur so als Idee) aus jeden Ironblogger-Topf beim verfeiern 10% an die Digitale Gesellschaft oder netzpolitik e.V. oder Digitalk Courage oder eine andere Organisation, über die Konsens herrscht, gespendet würden?

2)
alternativ:
Dass man beim Verfeiern konkret Geld sammelt, das NICHT aus dem Topf kommt, sondern von den Anwesenden, aber ggf. eben mit einer Art topfabhängigen Höhenempfehlung belegt wäre.

Also z.B. 16 Ironblogger vom Bodensee verfeiern 160 EUR, 16 EUR wären 10%, d.h. es wird reine Spendenempfehlung von 1 EUR/Person gegeben und man schlägt vor oder votet, an wen es gehen soll. (Wären an dem Abend nur 8 da, wären es halt 2 EUR.)

3)
Denkbar wäre eine solche 'freiwillige Abgabe' auch für Barcamps aus einem Spenden-. oder Sponsorentopf (zweiteres ist natürlich erhöht diskutabel) oder auch bei anderen Events.

Ich denke, dass wir ja nicht nur aus Biergründen (Iron)Blogger sind, sondern auch, weil wir das "Rederecht in einem freien Netz" eine sinnvolle Sache finden.

Gibt es Meinungen dazu?

PS: Wir bräuchten dafür einen griffigen Namen / Hashtag etc. das sich entsprechende Events geben können. Im Prinzip geht es ja um einen "Zehnten" (Teil als freiwilliges Bei"Steuer"n) "Netzlobbyzehnter" #nlz oder so?

28.04.2014

Likes und Intelligenz: Pommes in Spiralform

Spannend. aus Likes kann man allerelei zusätzliche Infos ableiten. das kann man verschieden einsetzen: entweder um Leute für Jobs vorzusortieren oder Leute "vorzuwarnen", welchen Rückschluss ein bestimmter Like oder Share genaue erlaubt.



Jennifer Golbeck: The curly fry conundrum: Why social media “likes” say more than you might think | Talk Video | TED

03.04.2014

"Ich bin ein Marbacher": Projekt "Netzliteratur authentisch archivieren und verfügbar machen"

Im Deutschen Literaturarchiv Marbach - auf der Schillerhöhe etwas nördlich von Stuttgart wird alles gesammelt, was mit deutschsprachiger Literatur zu tun hat. Also beispielsweise Tagebücher und NAchlässe von Autoren, Manuskripte, Briefe etc.

And I am proud to say:
Ein paar meiner digitalen Werke sind dort jetzt auch archiviert.

Und zwar hier & so:

Das Wiki findet sich unter https://wwik-prod.dla-marbach.de/line/index.php/Hauptseite

„kwadrant c/y“: https://wwik-prod.dla-marbach.de/line/index.php/Kwadrant_c/y (ein Beitrag zum Zeit-IBM Digital-Literaturwettbewerb 1997
„noise 99“  https://wwik-prod.dla-marbach.de/line/index.php/Noise_99 (das war ein Auftragswerk für die Migros Kulturstiftung)
„The Famous Sound of Absolute Wreaders“ https://wwik-prod.dla-marbach.de/line/index.php/The_Famous_Sound_of_Absolute_Wreaders (wenn ich mich dumpf entsinne ein Auftragswerk des ORF)

Damit, dass das überhaupt so kam, hatte ich auch am Rande zu tun.
Irgendwann 1999 oder 2000 hatte ich einen Termin in Marbach mit nur 3-4 Personen und man sprach darüber, wie man die Beiträge der IBM-Literaturwettbewerbe sichern könnte. Das gestaltete sich u.a deswegen schwierig, weil nicht nur viele werke mit Skripten arbeiteten, weil die Diskussion in den Foren mit archiviert werden sollte, und weil von dem ganzen Klumpatsch nur noch ein IBM-Band existierte, das auf keiner Hardware mehr lief, weil es das Umgebungssystem nicht nur nicht mehr gab, sondern weil es schon nicht mehr rekonstruierbar war. (Oder keiner das priorisiert hat.)

Mitte 2008 dann gab es eine 2-tägige Konferenz (auf Einladung ) / bei der?) Deutschen Nationalbibliothek Frankfurt. Jedenfalls saßen da Vertreter aus irgend einem Ministerium (Kultur?), diverse Vertreter von Literaturarchiven in D und A (und CH?) und einige Online-Literatur-Organisatoren, Wissenschaftler und Juristen zwei (halbe?) Tage zusammen und überlegten, wie was wo zu machen sei.

Was genau rauskam, weiß ich nicht mehr, aber irgendwann trudelten hier Nutzungsrechtsfreigabeformulare per Mail ein, in denen erbeten war, dass ich mich dazu äußere, wie was in Marbach zur Verfügung gestellt werden darf.

Die Erlaubnis habe ich, soweit ich die Rechte hatte (bei der Digitalausgabe Literaturzeitschrift Wandler konnte ich da z.B. keine Freigabe geben), natürlich gegeben. Und jetzt ist das alles schön digital verfügbar.

Manchmal dauert es eben etwas länger. Auch bei Digitalprojekten.

31.03.2014

Q & A: Der Unterschied zwischen Instagram und Pinterest

Frage: Instagram und Pinterest kommen mir sehr ähnlich vor,w as ist eigentlich der Unterschied?

Antwort:
Instagram zielt auf das Teilen eigener (ggf. mit Filtern wie sepia oder schwarzweiß oder Polaroid oder oder oder oder) Bilder mit "Freunden". es dienst sozusagen dem 'Sharing des eigenen erlebten Lebens'


Pinterest erlaubt das 'Merken' von Bildern/Waren nach 'Boards' (also sortieren) und zwar allein oder in Gruppen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Mode/Design etc. NICHT auf 'selbst geschossenen Fotos'. D.h. es ist eine 'das gefällt mir/ das würde ich mir kaufen' Liste.

Instagram ist aus Business-Sicht nicht so spannend, Pinterest treibt vor allem Traffic in Shops.


Übersicht über alle Tippletter (Produktivität, XING allg., XING-Profil, Weblogs, Social Web) hier:
http://blog.oliver-gassner.de/archives/5647-Oliver-Gassners-kostenlose-woechentliche-TIPPletter.html

08.03.2014

Texte online schreiben

Im Techniktagebuch berichtet Kathrin Passig, wie der text ihres neusten Buches (zusammen mit zwei Programmierern) technisch erstellt wurde. Kurz gesagt: es war eine Odyssee durch diverse Online-Kollaborationswerkzeuge.

Ich habe mein Buch "Professionell Kommunizieren mit Google+" auch als Google-Doc begonnen, als es ca 2/3 fertig war (das erste Draft) hatte ich es aber in ein Open Officedokument des Verlages kopiert, damit ich das Textvolumen besser abschätzen konnte.

Google Drive hatte ich primär aus Backupgründen benutzt, wirklich kollaborativ geschrieben, wie Kathrin, habe ich ja nicht.

Allein das Formatieren und das erstellen der Auszeichnungen für den Index oder das einbauen der Grafiken nahmen Tage in Anspruch, die an sich nicht einkalkuliert waren.

Die zweite Fassung des Buches, also die, die aktuell verkauft wird, habe ich dann komplett in Open Office gemacht. Unlogischerweise noch aus der letzten Korrekturfassung, die ja nur im Layoutprogramm vorliegt, sondern aus einer Vorversion. Das, was Kathrin mit "Geschrei" charakterisiert, gab es auch hier, Das Gesamtmanuskript ist mindestens drei Mal, gefühlte fünf Mal angestürzt und dabei ist mindestens zwei mal jegliche Formatierung abhanden gekommen. Also: Außer Absätze.

Fassung III (man muss das Ding ja ohnehin ca alle 1.5 Jahre aktualisieren) möchte ich eigentlich wieder so lange wie möglich und kapitelweise in Google Drive schreiben. (Drive packt sonst die Menge der Bilder nicht, die ich aber ggf ohnehin extern im selben Verzeichnis lagern werde.) Aufgrund einer Konzeptänderung gibt es keine so starre Maximalzeichenzahl mehr, dann sollte das an sich hinhauen.

Ich werde berichten ;)

17.02.2014

Das Desktop der Zukunft und die gekaufte Kompetenz (Blogparade "Arbeitsplatz der Zukunft?")

/a>Ein Beitrag zur Blogparade "Arbeitsplatz der Zukunft" - Das CeBIT-Blog
Ich hab nicht so viel zeit grade, deshalb zwei Aspekte, dei mir zu dem Thema einfallen:

Desktop. Schreibtisch. Da wo der Wissensarbeiter seinen Job tut.

Ich sage ja immer Scherzhaft., dass mien Arbeitsmittel der Browser ist und mein Arbeitsplatz die Cloud.
Ich wedle mit meinem Handy nachlässig herum und erkläre, dass ich es jederzeit an die Wand pfeffern kann, mich einfach in ein anderen Androidhandy einlogge und dass es mir egal wäre, wenn mein Rechner beginnen würde zu brennen: ich sei binnen 5 Minuten an jedem Internetrechner arbeitsfähig.

Ja und vor ein paar Tagen ist es in der Tat passiert: Ohne Laptop (aber mit Handy) bin ich los für 3 Tage zum Kunden.
Ich loggte mich im Schulungsraum in das wohlweislich installierten Chrome ein und... schwupp, war alles da: Passwörter, Bookmarks, alles.

Der Kalender, die Mail und die Präsentationen sind bei Google, die Tasks bei Rememberthemilk.

QED. Es geht.

Die gekaufte Kompetenz

Zum Thema dieser Blogparade wäre an sich ein Buch zu schrieben. Aber: ein Aspekt noch. Gerade ist wieder ein relevanter Teil meines Netzwerks auf Jobsuche. en passant flechte ich ein, dass es ja eventuell auch Selbständig ginge - vor allem, wenn man dauernd erklärt, man sei vom Chef genervt. Sich daran entspinnen Diskussionen bringen immer zu Tage:

- Manche sind nicht der Typ für 'Selbständig' (wobei ich mich frage, für welceh Jobs ich so jemand heranziehen würde)

- Angestelltenjobs sind heute nicht mehr arg viel sicherer als der Einkommensstrom von Freelancern. Sie haben nur oft ein schlechteres Netzwerk.

- Immer öfter machen Freelancer und Berater in Firmen eine Arbeit, bei der man denken würde, dass so eine Kompetenz im Haus vorrätig sei. Ist wohl nicht. Offenbar hat man im Haus nur noch Management, operative Kräfte und die Besatzung des Fließbandes. Oft letzere nicht mal. Alles was an Kreativität dazukommt, ist eingekauft.

Ich finde das so übel nicht. Und es wird wohl zunehmen.

29.01.2014

Social Media - Prognosen und Tipps für 2014

Thomas Hutter, Björn Tantau und ich haben Peer Wandiger von "Selbständig im Netz" Rede und Antwort gestanden zum Thema "Social Web 2014".

Ich glaube, wir haben das ganz vernünftig hinbekommen, ohne Hype und Tralalla.

Bitteschön:


Social Media - 3 Experten und ihre Prognosen und Tipps > Social Web > Selbständig im Netz

28.01.2014

Bücher und eBooks: Marktanteile in Selbsterfahrung

Ich habe hier nämlich die Abrechnung für die erste Auflage meines Google+-Buches. Im Handel von November 2012 bis Dezember 2013.

Ich wurde immer mal gefragt, wie groß denn der Anteil der eBooks am Gesamtverkauf sei. ich hatte das nie genau angesehen. aber bei der Gesamtübersicht ist das jetzt sehr leicht zu zählen.

Wenn ich die Abrechnung recht lese (sie ist etwas verwirrend aufgebaut) wurden von Print-Titel 2207 Stück verkauft.
Von Digitaltitel 104 Stück.

Macht also Insgesamt 2312 Stück. Und damit einen Ebookanteil von 4,5%
Der liegt bemerkenswert nah am Schnitt von 5% Ebookanteil, den man immer mal hört.
Jetzt wäre natürlich zu erwarten gewesen, dass bei einem computernahen Titel dieser Anteil anders aussähe. Andererseits werden vielleicht gerade auf dem Reader Krimis und Wäscher a la 'Shares of Grey' gelesen.

Eine kleine Einschränkung muss man machen: der Digitaltitel dauert aus mir unklaren Gründen immer länger, bis er auf dem Markt ist. diese Wochen sind wahrscheinlich für das halbe Prozent zuständig.

11.01.2014

Aweber hat einen an der Waffel, oder: CAN-SPAM

Aweeber, der Service, mit dem ich meine Serienmails verschicke, teilt mir mit, dass er die Adresse, die ich im Footer meiner Mails angebe, aufgrund des CAN-SPAM Acts angpeasst habe (das ist son Gesetz in den USA gegen Spam, was per se prima ist.

Und zwar von alt:
Kehlhofgartenstraße 6a, Steißlingen, BW 78256, GERMANY
und neu
Kehlhofgartenstraße 6a, Steißlingen, BW 78256

.... denn dieses Dingsda dürfe keine Mailadessen oder Telefonummern enthalten.

", Germany" ist jetzt also eine Telefonnummer ;) Oder ne Mailadresse - schwer zu sagen.

Jedenfalls habe man jetzt wieder meine 'Billing address' eingetragen.

Meine Antwort:

Well,

you know,

If you want to apply US laws to Mail sent from Germany to people speaking German in Germany, Austria and Switzerland, that is more than fine.

If you also want to present German snail mail adresses in a format, that is totally incomprehnsible to Germans, that is also more than fine.

If you feel you need to change the format from one incomprehensible way in to some other incomprehensible way (the BW has no function whatsoever in the German mail adress and the ZIPcode goes in front of the location (which is Steißlingen)) - well... be very welcome.

But of course it makes TOTALLY sense that your remove GERMANY from the adress, so that someone in Austria or Switzerland (or the US) has no idea, where I live and is prevented from ever sending me any legally binding mail.

Specially since GERMANY _is_ part of the address (as specified my the law) and is neither a phone numer nor an e-mail adress nor anything else.

At least i am grateful, that you left the ß in there. ;)

So have a nice weekend ;)

Oliver

30.12.2013

Apple-Siri und der Islam: "Sag mir wo du bist!"

Unglaublich:



iPhone (Apple) und die NSA? - YouTube

D.h., wenn jemand bei Siri -der Sprachsuchdienst von Apple - nach Islam sucht, verlangt Siri, dass er verrät, wo auf den Globus er sch befindet.
Ist ja auch logisch, dass so ein militanter Islamist den ganzen Tag 'Islam' googelt, ehm, sirit....

Guten Rutsch.

28.11.2013

Realität aus dem 3D-Drucker? - Instagram-Film aus 852 Fotos von 852 Usern

Man hat einmal gesagt, dass man nach einer Zerstörung von Dublin die Stadt nach dem Roman "Ulysses" von James Joyce wieder aufbauen könne.

Das ist wahrscheinlich übertrieben.

Die Menge an Fotos, die aber aktuell von unserer Welt entsteht, ist um so ziemlich einige Kategorien größer als früher, so dass man eventuell sogar den Arc de Triomphe später einfach einmal aus dem Architektur-3D-Drucker lassen könnte, sollte ihn jemand kaputt machen.

Schön zu sehen hier in diesem Montagefilm aus fast 900 Fotos.

An Instagram short film from Thomas Jullien on Vimeo.


via

Richtig geil: Ein Instagram-Kurzfilm aus 852 Fotos von 852 Usern | daniel rehn - digitales & reales

25.10.2013

Cloud Computing: the lightbulbs of tomorrow

Sehr schönes Video, das erklärt, inwiefern Cloud Computing ähnlich revolutionär ist wie Dampfmaschine, Elektrizitäts- und Wasserwerk.

Und das noch begleitet von einer keinen Geschichte der IT ;)

OK, am Schluss ist es ein Werbespot, aber davon kann man abstrahieren ;)

18.10.2013

Amazon, Buchhandel und so

Wg.:

Literaturagent Andrew Wylie schie�t scharf gegen Amazon - buchreport -�Nachrichten�VerlageNachrichten aus der Buch- und Medienbranche, Marktanalysen und SPIEGEL- Bestseller

Mein Kommentar dort:

"Sagen wir mal so: Würde der Service und die Beratung im Buchhandel stimmen - Amazon wäre nicht Amazon. Anfang der 90er zahlte man für ein englischssprachiges Taschenbuch nicht selten den doppelten oder dreifachen Preis - selbst im "English Bookshop" einer Unistadt. (Hardcover konnte an als Stunde glatt vergessen und selbst Schullektüren hatten Mondpreise.) Bei Amazon zahlte grob soviel, wie der Wechselkurs diktierte. Ja, wer Seine Kunden für Idioten hält und 1/3 seiner Verkaufsfläche als Non-Books-Geschenkladen ausstattet, wer seine Mitarbeiter unzulänglich schult (kürzlich wusste eine Dame nicht, dass man nicht nur mit Ebookreadern Ebooks lesen kann, wie war wohl lediglich drauf getrimmt, den 'Reader des Hauses' zu verticken)... etc.pp. Wen der Buchhandel Amazon eindämmen will, sollte er sich auf seine Kernkompetenz besinnen: Sichtbarer Auswuchs des literarischen Lebens zu sein, und nicht nur Duchschleusestelle für Bestseller."

16.10.2013

Verstehen Sie Sternisch?

Wohl weil Twitter an die Börse geht, muss der Stern einen scheinbar antiken Text über SMS (die Kids schreiben keine SMS mehr, lieber Stern, die haben Whatsapp) aufwärmen und so tun, als ob es sich um spezielle Abkürzungen von Twitter handle.

Einzig ein @Hans o.ä. ist eingestreut, das halbwegs was mit Twitter zu tun hat.

Typische Twitterelemente wie RT, FF via @... o.ä. kommen überhaupt nicht vor.

Zudem finden große Teile der Twitterkommunikation eben nicht in diesen SMS-Kürzeln statt, sondern es werden idR ganze Sätze gebaut. oder eher: So ziseliert, dass sie in die 140 Zeichen passen. (Die SMS hat ja 160.)

Der Stern demonstriert hier mehrerlei:
- Er hat niemand auf seiner Autorenliste, der Ahnung von Twitter hat.
- Er hat auch niemand in der Redaktion, der den Unterschied zwischen SMS und Twitter kennt. (Oder gar von Whatsapp gehört hat.)
- Er kann Klickstrecken auch mit doofen Quizfolgen realisieren. (Ja ich musste zu Recherchezwecken durchklicken.)

Nur notfalls klicken:

Wissenstest: Verstehen Sie Twitterisch? - Digital | STERN.DE

12.10.2013

Das Social Web, Karajan und der Radetzkymarsch



? Strauss - Radetzky March - Karajan - YouTube

Uff, mir laufen gerade kalte Schauer über den Rücken. Passiert mir ja manchmal bei rührenden Musikstücken. Hier ist es nicht die Musik, sondern das, was da zwischen Orchester, Dirigent und Publikum passiert.

Und das, was es mit der Kommunikation im Social Web zu tun hat.

Gepostet hat das Stück "aus gegebenem Anlass" (welcher auch immer das war) Robert Basic bei Facebook.

An sich würde die folgende Betrachtung eher ein Buch füllen, aber ich versuch es mal gedrängt. (Eigentlich sollte ich grad an meinem Buch zu Google+, 2. Auflage, arbeiten.)

Also.
Was sehen wir?

Beim Silvesterkonzert (?) der (Berliner oder Wiener?) Philharmoniker spielt das Orchester unter Karajan den Radetzkymarsch von Strauß.
Das Publikum beginnt mitzuklatschen - den Takt vorzugeben ist aber ja an sich Job des Dirigenten.
Karajan dreht sich um, er wirkt (auf mich, da er sich so duckt) leicht indigniert, er hebt die Hand - zum Dank? als Beschwichtigung? - und dirigiert dann nicht das Orchester sondern das Publikum, dessen Klatschtakt dann wieder das Orchester dirigiert. Klar, die Musiker sehen ihn immer noch und können auch von ihm den Takt abnehmen, aber angenommen, das Publikum würde anders klatschen als er dirigiert, das Stück wäre kaputt.

Karajan - so bemerkt es auch einer der Kommentatoren unter dem Video- integriert das Publikum als 'Track' in das Musikstück.

So, was hat das jetzt mit dem Social Web zu tun? Bzw. mit dem was Firmen hier machen?

Firmen haben glaube ich oft einfach noch das Modell: "Ich kommuniziere irgendwas und dann kommen die Leute und wollen mein Produkt kaufen."

Und dieses Modell versuchen sie auf Online und vor allem auf das Social Web übertragen.

Die Menschen brauchen aber die Firmenkommunikation per se nicht, damit sie sich im Netz (und anderswo) über Produkte unterhalten können. Sie geben ihren eigenen Input, und ihren 'Takt' und erwarten an sich von Firmen, dass sie zuhören, und das Produkt an das anpassen, was der Kunde möchte. Und nicht, dass dem Kunden gesagt wird, was er jetzt bitte zu brauchen und zu kaufen hat.

Karajan hatte folgende Möglichkeiten:
- Er ignoriert die 'Kundenstimmen' und dirigiert sein Orchester so wie er es für sinnvoll hält - notfalls schneller oder langsamer als der Klatschtakt.
- Er gebietet dem Publikum zu schweigen bzw. bricht das Stück ab und setzt so lange neu an, bis Ruhe ist.
- Er begibt sich in den "Dreierdialog" (jaja, doofes Wort, also), ins Gespräch mit Publikum und Orchester, nimmt den Mitwirkungswunsch des Publikums auf und steuert das Gespräch so, dass immer noch ein sinnvolles Musikstück rauskommt, bei dem das Pian(issim)o des Orchesters nicht vom Forte des Klatsches übertönt wird.

D.h. erweitert sein Orchester um die Kunden und bezieht diese in den Produktionsprozess ein.

Und nun? Social Web?

Es kommt kaum ein Kunde zu mir und sagt: "Ich möchte das Social Web nutzen, um meinen Kunden zuzuhören und deren Impulse in meinen Managementprozess einfließen lassen."

Sondern man sucht entweder einfach Kunden, oder Mitarbeiter, will sein Branding vorantreiben, seine Bekanntheit erhöhen - und so weiter. Sicher ist man geneigt, mir zuzuhören, wenn ich dann sage, dass das einsammeln - auch von negativem - Kundenfeedback eine wertvolle Lernchance ist. oder dass allein Bloggen hilft, Gedanken zu strukturieren ("Sie baden gerade Ihre Hände darin."). aber in der Regel wird das leider als Nebenaspekt behandelt.

Natürlich kann ich auch via Social web das Publikum nicht so einfach steuern, aber das lässt sich eben von Karajan dirigieren, weil es ihn respektiert, vielleicht sogar liebt. Das gälte es sich erst zu verdienen, bevor man so eine "virale Klatschsychronisation" hinbekommt. (Es gibt ja auch diese Konzertszenen, in denen ein Star etwas vorsingt und das Festivalpublikum es nachsingt, das ist auch so eine Synchroniserung, die, nennen wir es ruhig uns Unreine: Liebe zur Vorbedingung hat.)

Gerde jedenfalls habe ich den Impuls, jeden meiner Workshops mit diesem diesem Video zu beginnen, und im Gespräch zu klären, was hier passiert, und was das mit Firmenkommunikation im Netz zu tun hat.

Es gilt nämlich weniger irgendwas zu wissen oder irgend ein Tool zu kennen, es gilt zu verstehen wie und warum Kommunikation im Social Web funktioniert. Herbert Karajan kann uns jedenfallls hier behilflich sein.

Postum ein "Danke".