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09.02.2015

Dieses Video sollte man sich täglich vor Beginn des Arbeitstages ansehen: Digitalisierung

Auswirkungen der Digitalisierung auf unsere Gesellschaft - Bestandsaufnahme und Zukunftsaussichten - YouTube:

 
Prof Dr. Peter Kruse: Eine Kurzfassung des Referats: Grundthese: Das Internet revolutioniert die Gesellschaft durch eine grundlegende Machtverschiebung vom Anbieter zum Nachfrager.
 - Durch Internet 1.0 steigt die Vernetzungsdichte zwischen den Menschen. (Zugriff zu Information)
- durch Web 2.0 steigt die Apontan-Aktivität der Individuen in diesem hochvernetzten System
- durch Retweets/Sharing ergeben sich 'kreisende Erregungen' im System

 Die Kombination dieser drei Faktoren führt zu einer 'Selbstaufschauklung' von Kommunikation. Diese Systeme werden also mächtig, ohne dass man voraussagen kann, wann und wo das passiert. Motivationen:
Web 1.0: Zugang zu Information
Web 2.0: sich darstellen, Spuren hinterlassen
Jetzt: Mächtig werden, sich zu Bewegungen zusammen schließen.

Dies ist nicht mehr vorhersagbar, das sind 'nichtlineare Systeme', der Schmetterlingseffekt wirkt. Voraussagen kann man nur noch über Empathie, über die Frage: Was ist in den Systemen resonanzfähig? Man muss nah am Markt oder an den Menschen sein, dann entwickelt man ein Gefühl führ die Resonanz von Markt oder Menschen. Wir können uns nicht leisten und nicht zu verändern und diese Empathie nicht zu entwickeln. Passieren wird die Machtverschiebung vom Anbieter zum Nachfrager ohnehin.

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02.02.2015

Aufmerksamkeit und Netikette: Eine Facebook-Anekdote

Eine Facebook-Chatnachricht trudelt ein:

"Lieber Oliver, dürfte ich Dich bitten, auf folgenden Link zu klicken und meine FB-Seite zu "liken" - Danke! "

Nur neun Stunden später erneut:

"Lieber Oliver, dürfte ich Dich bitten, auf folgenden Link zu klicken und meine FB-Seite zu "liken" - Danke! "

Ich: "Du wiederholst dich"

Er: "Absichtlich."

Ich: "Aha." ... und lösche stillschweigend dern Kontakt.

Das Wort 'entfreunden' benutze ich nicht. ich habe auf Facebook Kontakte. Manche sind auch meine Freunde, aber nur ganz wenige.

Er erklärt er habe die Nachricht zur "Festigung" einer freundlichen Anfrage gesendet. Ich erkläre, er sei jetzt nicht mehr sein Kontakt.
Der Absender ist Journalist in CH, offenbar nicht zu Technik- oder gar Internetthemen. Im weiteren Dialog verspreche ich ihm, zu erklären, warum es sich von selbst versteht, dass das nicht OK war.

Erstens...
... ist das wertvollste Gut im Netz Aufmerksamkeit. Und die größte Pest der Spam. Den definieren wir mal als "Rauschen in einem sonst nützlichen Kanal". egal ob das Mail ist, oder Blogkommentare onder sonst was. Spam ist das, was Kanäle im netz unbrauchbar macht, weil man vor lauter Rauschen (Ablenkung, Minderung der Aufmerksamkeit) keine Information mehr findet. Spam zerstört einen Kanal, der per se für etwas Sinnvolles benutzt werden kann.

Zweitens...
... haben so "Intenetdinger" Knöpfe. Viele Knöpfe haben einen bestimmten Sinn. Meistens ist es sinnvoll, den Knopf zu benutzen, anstatt das 'irgendwie anders' zu machen.
der Knopf für Bitten, Pages zu folgen, ist der Einladungsknopf auf der Page. Würde jeder meiner Kontakte oder Follower auf Facebook, mir Pagefollowingbitten per Message senden und würde er das nur zwei mal im Jahr (statt zwei Mal in 9 Stunden) tun, hätte ich jährlich allein 4000+ Bitten um Pagefollowings als Nachricht, macht 10+ täglich. Spam, Noise, Rauschen.
Jedenfalls fand ich schon den Kanal der Bitte, als Nachricht, inakzeptabel. weswegen ich nicht reagierte. Es war schließlich auch Freitag Nacht.

Drittens...
... wenn ich eine Nachricht dieser Art bekomme und nicht reagiere (es wurde der Anspruch an mich gestellt, die Anfrage zu prüfen und persönlich zu reagieren mit einem 'nein, danke, uninteressant), dann brauche ich auch Samstag morgen vor 8 Uhr keine Erinnerung. Mein "Du wiederholst dich" wurde offenbar nicht als Beschwerde verstanden. Gerade als auch in der PR tätiger Journalist denke ich, sollte man ein Bewusstsein dafür haben, dass man Anfragen dieser Art nicht insistierend in so kurzer Zeit wiederholt. aber selbst als normal höflicher Mensch insistiert man nicht in dieser Art. Und schon gar nicht zu diesen Tageszeiten.

Wie könnte man das nun in Hinweise formulieren?

- Nutze Funktionen von sozialen Netzwerken, wie sie vorgesehen sind 
- und wähle nicht den Umweg über eine 'Nachrichteninbox'.
- Erwarte nicht Reaktionen auf Anfragen im Berufskontext zu Zeiten, an denen nur Du aber sonst kaum jemand am Schreibtisch sitzt.
- Hake nur bei wichtigen Dingen nach und lass dem Angefragten ausreichend Ziet zu reagieren.
- Wenn Du schon eine Nachricht sendest, erkläre dem Empfänger, was sein Vorteil ist, wenn er der Aufforderung in der Nachricht folgt. (Also nicht: "Folge meiner Page, weil das toll für mich ist.")
- Wenn die Reaktion ausbleibt oder seltsam ist, auch wenn du sie nicht verstehst: Bitte um Verzeihung und frage, was du falsch gemacht hast.
- Geh davon aus, dass auf jede Beschwerde 10 Leute kommen, die sich ärgern und nichts sagen, dich aber als Quelle ihres Ärgers nicht vergessen.
- Schlägt dir Schweigen entgegen: Nimm das als Antwort. Offenbar befand jemand deine Nachricht, der Form oder des Inhalts wegen, nicht als antwortenswert.

Andere Ideen hierzu?
Danke.


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26.01.2015

Fünf Experten über alles, was am und im Social Web wichtig ist - bei Peer Wandiger

Den Ausdruck 'Social-Web-Experte' vermeide ich ja, weil keiner von Allem Ahnung haben kann. Aber es ist schon spannend, wie fünf Leute dann doch in ähnliche Richtungen zielen, wenn die Fragen ans eingemachte gehen.

Ich bin einer davon ;)

Die Texte hier:
Social Media & Social Networks - 5 Experten-Prognosen für 2015 > Facebook, Social Web > Selbständig im Netz



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19.01.2015

Digitale Gratwanderung [*.txt]

Dies ist ein Beitrag zum [*.txt]-Projekt
***
Das Wort 'virtuell' kann ich gar nicht ausstehen. Das erste Mal gehört habe ich es im Physikuntericht in Optik: Virtuell, scheinbar, ist das Bild, das ein Spiegel erzeugt. Denn er zeigt ja nicht wie eine Fotografie ein 'echtes' Bild, sondern eben nur ein scheinbares; eines, das für jeden, der in den selben Spiegel zur selben Zeit schaut, ein anderes ist. Also: Nicht erst im Gehirn, schon 'vor' der Netzhaut ein anderes.
Darum ist digitale Kommunikation keine Kommunikation im 'virtuellen Raum'. Wir sprechen zwar vom digitalen Kommunikationsnetz (vulgo: Internet) in Raum-Metaphern, aber das sind eben Metaphern, bildhafte Vergleiche. Dass wir 'surfen' sagen, und damit eine Bewegung implizieren oder 'uns von der einen Webseite auf die andere bewegen' (wo doch an sich an der selben Stelle einfach andere Daten angezeigt werden), das mag das Adjektiv 'virtuell' rechtfertigen, macht aber unsere Kommunikation in diesem Metaphernraum nicht selbst zu einer 'scheinhaften', denn die Menschen am anderen Ende wirken zwar wie Automaten, sind es aber nicht.

Diese kognitive Dissonanz mag es sein, die die 'A-Digitalen', Internethasser oder liebevoll-ironisch 'Internetausdrucker' genannten irritiert. Sie hat ihre Ursache teilweise in der Notwendigeit, die Journalisten empfinden, ständig die Nomina zu wechseln, während sie vom selben Ding reden. Hamburg, die Hansestadt, die Stadt an der Alster, das Internet, der Cyberspace, die virtuelle Welt: Nicht immer bliebt eine solche Spielerei eben frei von Konsequenzen. In diesem Falle schleicht sich bei vielen das Gefühl ein, Kommunikation im Netz sei unecht und entfremdet. Ich benutze immer das Bild, dass ein Mailaustausch genau so wenig virtuell ist wie ein Telefonat (das heutzutage wahrscheinlich ohnehin via IP stattfindet).  Ansonsten müsste mir jemand den kategorischen Unterschied zwischen einem (Bild-)Telefonat und einem Skype-Telefonat erklären, was deren Realitätsgehalt angeht.

"Warum schauen die Kids in ihr Handy, statt mit Menschen zu kommunizieren?" "Aber: auf dem Handybildschirm sind doch die Menschen, mit denen sie reden!" Dieser Dialog spielte sich vor ein paar Tagen ab und ist genau der Beleg für das, was ich oben skizziere. Das Adrenalin, das aus Wut auf einen Maildialogpartner oder einen Gegner in einem Spiel frei wird, das ist so "echt" wie das, das in die Blutbahn strömt, wenn man im Tigerkäfig steht. Die Beziehungen, die man real oder digital knüpft und digital oder real fortsetzt, sind gleich real, so wie die digitalen Dialoge.

Gratwanderung? Sozusagen auf einem virtuellen und definierten Grat: Denn wenn digital und real gar keine Gegensätze sind, warum konstruieren wir sie dann? Ich stelle einerseits wenig Unterscheide fest, andererseits bin ich auch immer weider beruhigt, wenn ich trotz meines digitalen Arbeitsalltags in der "realen" Freizeit kaum das Gefühl habe, ich müsste jetzt alles und jedes fotografieren und online stellen, oder dass mir nicht unwohl ist, wenn ich in einem neuen Restaurant nicht einchecke - auch wenn ich dann den Vorteil hätte, mich zu erinnern, wann ich zuletzt da war.

Wenn es Digital Natives gibt, dann kennzeichnet sie nicht die "digitale Fitness", die schlafwandlerische Sicherheit, alles in #Neuland gleich "richtig" zu benutzen, sondern die Tatsache, dass sie einerseits das "Digitale" und das "Reale" als ein uns das selbe betrachten, dass sie aber andererseits sehr strakt und halb intuitiv reflektieren, was sie wo online speichern (lassen). Diese Kombi aber aus einer "realdigitalen" Weltsicht und einer digitalen Reflektiertheit ist nichts, was man in die Wiege gelegt bekommt, das ist einfach etwas, das man zu jeder Zeit einfach lernen kann.

Alles andere ist eine Ausrede. oder eben die Verwechslung einer Metapher mit deren Wirk-Licheit.


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27.09.2014

Lokale Strategien im globalen Netz (Vortrag vom 26.9.2014)



Leider kann man bei Slideshare keine Slidecasts mehr speichern, die alten sind auch weg - was schade ist, da ich fast nur Slidecasts gemahct hatte.

Hier also ist der Audiotrack.

(Es dauert noch etwas, bis das Video bei Youtube verfügbar ist ...)

In Zukunft schaue ich, dass ich die Generalprobe als Recording/Screencast mache, dann wird es wieder besser ;)

23.09.2014

(V)DSL: Elemente der Social-Web-Kommunikation

Ich blogge immer mal im "Erfolgsbeschleuniger" (Disclosure: Kunde).
Der aktuellste Post:

(V)DSL: Elemente der Social-Web-Kommunikation

Hier versuche ich mal, von Plattformen zu abstrahieren (wie schon im letzen Posting) und eher strukturell an die Frage heranzugehen, wie erfolgreiche Social-Web-Kommunikation aussehen sollte und welche Aspekte der Kommunikation sie zu bedenken hat.

17.09.2014

The Digital Native killed the Web

Gewagt?
Ich kann's beweisen.

Lustige Szene im Uraubshotel. Digitnative will online. Rezeption will im Browser die 30 min kostenlos WLAN am Tag (!) freischlaten.

R: "Wo ist denn der Browser?"

Diginative: "???"

R: Dass womit du ins intenet gehst!

Diginative: ???

R: findet es

Ich: Wissen Sie, der Browser ist irrelevant, es gibt Apps, Whatsapp, Facebookapp, Messageapp, Spiel, Youtube, Der Browser ist auf dem Smartphone überflüssig.

Diginative: guckt mich grinsend an

11.09.2014

Über den Tod des Kommentars - und ein Lösungsvorschlag

"No comment – Wer leistet die Verdichtung?" schreibt Christoph Kappes und analysiert sehr schön die Rolle des Kommentars in der digitalen Medienwelt.



Sein Vorschlag (wenn ich recht verstehe), dass sozusagen 'öffemtlich rechtliche Kommentarsubcommunities' staatlich finanziertw erden sollen, ist originell, aber... ich glaube nicht tragbar. Er diskutiert auch einige andere Lösungen (für jedes Medium ein Watch-/Kommentarblog (an sich auch ne gute Idee, am besten eine Watchblogcommunity)), die fast in eine Richtung gehen, die ich vor Jahren mal vorgeschlagen habe:



Mein Kommentar bei ihm:



Ich habe vor Jahren mal den Tod des Trackbacks und des Kommentars vorausgesagt (dummerweise finde ich das Blogposting nicht mehr) -  bezogen auf Blogs, und einfach vorgeschlagen, wer was zu kommentieren habe, möge dann einfach irgendwo bloggen und jemand möge diese Konversation dann analysieren, darstellen und ggf. durch die Crowd filtern lassen.


Einige solche Dinge wie rivva haben wir gesehen und ich weiß nicht mehr, ob ich damals Google News schon kannte bzw ob es das damals schon gab.


Ich halte das immer noch für eine bessere Lösung und auch in der Blogosphäre ohne Massenmedien gab es schon Debatten, die sich verbreitet haben. Vielleicht etwas langsamer, sozusagen als "Shitbreeze", Das soll ja nicht zwingend als Nachteil gesehen werden. Den Kitt zwischen den Debatten können in der Tat die Social Networks schaffen, die auf der persönichen Schicht die gesellschaftlichen (=sozialen) Themen steuern und "Cues" geben für die Kommentarthemen im jeweils eigenen Blog.


Der Diskurs ist ja zwischen den Massenmedien genauso zersplittert wie im Web allgemein, eine Notwendigkeit für eine Zentrale gibt es nicht. Die Darstellungsplattformen für die verteilten Diskurse können verschiedene Modelle entwickeln, wie sie das machen und kuratieren (vgl. Slashdot-Kommentarrating) und es kann sich das Herausmendeln, das dem jeweils Diskursierenden genehm ist. Das wäre digitale Pluralität mit allen Vorteilen und fast ohne die Nachteile. (Außer, dass der Trolltraffic nicht mehr auf den Medienseiten wäre, nuuun ....)

12.05.2014

@saschalobo 's #rp14 - Rant und eine Idee zur Spendengenerierung für die Netzlobby

Die Lektüre von Sascha Lobo: Die Standpauke, die die Netzgemeinde ins Mark trifft [#rp14] hat grade was in Gang gesetzt. Mal wieder eine Idee....

Seit der #rp14 geht mir der Appell vpn @saschalobo nicht aus dem Kopf, dass de 'Profilobby' der Netzpolitik unterfinanziert ist.

Als Lösung würde ich sehen, dass man bestimmte Cashflows aus Communityaktivitäten mit einer Art "FReiwilligen NetzLobbySteuer" (das Ding braucht noch nen besseren Namen) belegt.

Grob und konkret gesagt:

1)
Was WENN (nur so als Idee) aus jeden Ironblogger-Topf beim verfeiern 10% an die Digitale Gesellschaft oder netzpolitik e.V. oder Digitalk Courage oder eine andere Organisation, über die Konsens herrscht, gespendet würden?

2)
alternativ:
Dass man beim Verfeiern konkret Geld sammelt, das NICHT aus dem Topf kommt, sondern von den Anwesenden, aber ggf. eben mit einer Art topfabhängigen Höhenempfehlung belegt wäre.

Also z.B. 16 Ironblogger vom Bodensee verfeiern 160 EUR, 16 EUR wären 10%, d.h. es wird reine Spendenempfehlung von 1 EUR/Person gegeben und man schlägt vor oder votet, an wen es gehen soll. (Wären an dem Abend nur 8 da, wären es halt 2 EUR.)

3)
Denkbar wäre eine solche 'freiwillige Abgabe' auch für Barcamps aus einem Spenden-. oder Sponsorentopf (zweiteres ist natürlich erhöht diskutabel) oder auch bei anderen Events.

Ich denke, dass wir ja nicht nur aus Biergründen (Iron)Blogger sind, sondern auch, weil wir das "Rederecht in einem freien Netz" eine sinnvolle Sache finden.

Gibt es Meinungen dazu?

PS: Wir bräuchten dafür einen griffigen Namen / Hashtag etc. das sich entsprechende Events geben können. Im Prinzip geht es ja um einen "Zehnten" (Teil als freiwilliges Bei"Steuer"n) "Netzlobbyzehnter" #nlz oder so?

28.04.2014

Likes und Intelligenz: Pommes in Spiralform

Spannend. aus Likes kann man allerelei zusätzliche Infos ableiten. das kann man verschieden einsetzen: entweder um Leute für Jobs vorzusortieren oder Leute "vorzuwarnen", welchen Rückschluss ein bestimmter Like oder Share genaue erlaubt.



Jennifer Golbeck: The curly fry conundrum: Why social media “likes” say more than you might think | Talk Video | TED

03.04.2014

"Ich bin ein Marbacher": Projekt "Netzliteratur authentisch archivieren und verfügbar machen"

Im Deutschen Literaturarchiv Marbach - auf der Schillerhöhe etwas nördlich von Stuttgart wird alles gesammelt, was mit deutschsprachiger Literatur zu tun hat. Also beispielsweise Tagebücher und NAchlässe von Autoren, Manuskripte, Briefe etc.

And I am proud to say:
Ein paar meiner digitalen Werke sind dort jetzt auch archiviert.

Und zwar hier & so:

Das Wiki findet sich unter https://wwik-prod.dla-marbach.de/line/index.php/Hauptseite

„kwadrant c/y“: https://wwik-prod.dla-marbach.de/line/index.php/Kwadrant_c/y (ein Beitrag zum Zeit-IBM Digital-Literaturwettbewerb 1997
„noise 99“  https://wwik-prod.dla-marbach.de/line/index.php/Noise_99 (das war ein Auftragswerk für die Migros Kulturstiftung)
„The Famous Sound of Absolute Wreaders“ https://wwik-prod.dla-marbach.de/line/index.php/The_Famous_Sound_of_Absolute_Wreaders (wenn ich mich dumpf entsinne ein Auftragswerk des ORF)

Damit, dass das überhaupt so kam, hatte ich auch am Rande zu tun.
Irgendwann 1999 oder 2000 hatte ich einen Termin in Marbach mit nur 3-4 Personen und man sprach darüber, wie man die Beiträge der IBM-Literaturwettbewerbe sichern könnte. Das gestaltete sich u.a deswegen schwierig, weil nicht nur viele werke mit Skripten arbeiteten, weil die Diskussion in den Foren mit archiviert werden sollte, und weil von dem ganzen Klumpatsch nur noch ein IBM-Band existierte, das auf keiner Hardware mehr lief, weil es das Umgebungssystem nicht nur nicht mehr gab, sondern weil es schon nicht mehr rekonstruierbar war. (Oder keiner das priorisiert hat.)

Mitte 2008 dann gab es eine 2-tägige Konferenz (auf Einladung ) / bei der?) Deutschen Nationalbibliothek Frankfurt. Jedenfalls saßen da Vertreter aus irgend einem Ministerium (Kultur?), diverse Vertreter von Literaturarchiven in D und A (und CH?) und einige Online-Literatur-Organisatoren, Wissenschaftler und Juristen zwei (halbe?) Tage zusammen und überlegten, wie was wo zu machen sei.

Was genau rauskam, weiß ich nicht mehr, aber irgendwann trudelten hier Nutzungsrechtsfreigabeformulare per Mail ein, in denen erbeten war, dass ich mich dazu äußere, wie was in Marbach zur Verfügung gestellt werden darf.

Die Erlaubnis habe ich, soweit ich die Rechte hatte (bei der Digitalausgabe Literaturzeitschrift Wandler konnte ich da z.B. keine Freigabe geben), natürlich gegeben. Und jetzt ist das alles schön digital verfügbar.

Manchmal dauert es eben etwas länger. Auch bei Digitalprojekten.

31.03.2014

Q & A: Der Unterschied zwischen Instagram und Pinterest

Frage: Instagram und Pinterest kommen mir sehr ähnlich vor,w as ist eigentlich der Unterschied?

Antwort:
Instagram zielt auf das Teilen eigener (ggf. mit Filtern wie sepia oder schwarzweiß oder Polaroid oder oder oder oder) Bilder mit "Freunden". es dienst sozusagen dem 'Sharing des eigenen erlebten Lebens'


Pinterest erlaubt das 'Merken' von Bildern/Waren nach 'Boards' (also sortieren) und zwar allein oder in Gruppen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Mode/Design etc. NICHT auf 'selbst geschossenen Fotos'. D.h. es ist eine 'das gefällt mir/ das würde ich mir kaufen' Liste.

Instagram ist aus Business-Sicht nicht so spannend, Pinterest treibt vor allem Traffic in Shops.


Übersicht über alle Tippletter (Produktivität, XING allg., XING-Profil, Weblogs, Social Web) hier:
http://blog.oliver-gassner.de/archives/5647-Oliver-Gassners-kostenlose-woechentliche-TIPPletter.html

08.03.2014

Texte online schreiben

Im Techniktagebuch berichtet Kathrin Passig, wie der text ihres neusten Buches (zusammen mit zwei Programmierern) technisch erstellt wurde. Kurz gesagt: es war eine Odyssee durch diverse Online-Kollaborationswerkzeuge.

Ich habe mein Buch "Professionell Kommunizieren mit Google+" auch als Google-Doc begonnen, als es ca 2/3 fertig war (das erste Draft) hatte ich es aber in ein Open Officedokument des Verlages kopiert, damit ich das Textvolumen besser abschätzen konnte.

Google Drive hatte ich primär aus Backupgründen benutzt, wirklich kollaborativ geschrieben, wie Kathrin, habe ich ja nicht.

Allein das Formatieren und das erstellen der Auszeichnungen für den Index oder das einbauen der Grafiken nahmen Tage in Anspruch, die an sich nicht einkalkuliert waren.

Die zweite Fassung des Buches, also die, die aktuell verkauft wird, habe ich dann komplett in Open Office gemacht. Unlogischerweise noch aus der letzten Korrekturfassung, die ja nur im Layoutprogramm vorliegt, sondern aus einer Vorversion. Das, was Kathrin mit "Geschrei" charakterisiert, gab es auch hier, Das Gesamtmanuskript ist mindestens drei Mal, gefühlte fünf Mal angestürzt und dabei ist mindestens zwei mal jegliche Formatierung abhanden gekommen. Also: Außer Absätze.

Fassung III (man muss das Ding ja ohnehin ca alle 1.5 Jahre aktualisieren) möchte ich eigentlich wieder so lange wie möglich und kapitelweise in Google Drive schreiben. (Drive packt sonst die Menge der Bilder nicht, die ich aber ggf ohnehin extern im selben Verzeichnis lagern werde.) Aufgrund einer Konzeptänderung gibt es keine so starre Maximalzeichenzahl mehr, dann sollte das an sich hinhauen.

Ich werde berichten ;)

17.02.2014

Das Desktop der Zukunft und die gekaufte Kompetenz (Blogparade "Arbeitsplatz der Zukunft?")

/a>Ein Beitrag zur Blogparade "Arbeitsplatz der Zukunft" - Das CeBIT-Blog
Ich hab nicht so viel zeit grade, deshalb zwei Aspekte, dei mir zu dem Thema einfallen:

Desktop. Schreibtisch. Da wo der Wissensarbeiter seinen Job tut.

Ich sage ja immer Scherzhaft., dass mien Arbeitsmittel der Browser ist und mein Arbeitsplatz die Cloud.
Ich wedle mit meinem Handy nachlässig herum und erkläre, dass ich es jederzeit an die Wand pfeffern kann, mich einfach in ein anderen Androidhandy einlogge und dass es mir egal wäre, wenn mein Rechner beginnen würde zu brennen: ich sei binnen 5 Minuten an jedem Internetrechner arbeitsfähig.

Ja und vor ein paar Tagen ist es in der Tat passiert: Ohne Laptop (aber mit Handy) bin ich los für 3 Tage zum Kunden.
Ich loggte mich im Schulungsraum in das wohlweislich installierten Chrome ein und... schwupp, war alles da: Passwörter, Bookmarks, alles.

Der Kalender, die Mail und die Präsentationen sind bei Google, die Tasks bei Rememberthemilk.

QED. Es geht.

Die gekaufte Kompetenz

Zum Thema dieser Blogparade wäre an sich ein Buch zu schrieben. Aber: ein Aspekt noch. Gerade ist wieder ein relevanter Teil meines Netzwerks auf Jobsuche. en passant flechte ich ein, dass es ja eventuell auch Selbständig ginge - vor allem, wenn man dauernd erklärt, man sei vom Chef genervt. Sich daran entspinnen Diskussionen bringen immer zu Tage:

- Manche sind nicht der Typ für 'Selbständig' (wobei ich mich frage, für welceh Jobs ich so jemand heranziehen würde)

- Angestelltenjobs sind heute nicht mehr arg viel sicherer als der Einkommensstrom von Freelancern. Sie haben nur oft ein schlechteres Netzwerk.

- Immer öfter machen Freelancer und Berater in Firmen eine Arbeit, bei der man denken würde, dass so eine Kompetenz im Haus vorrätig sei. Ist wohl nicht. Offenbar hat man im Haus nur noch Management, operative Kräfte und die Besatzung des Fließbandes. Oft letzere nicht mal. Alles was an Kreativität dazukommt, ist eingekauft.

Ich finde das so übel nicht. Und es wird wohl zunehmen.

29.01.2014

Social Media - Prognosen und Tipps für 2014

Thomas Hutter, Björn Tantau und ich haben Peer Wandiger von "Selbständig im Netz" Rede und Antwort gestanden zum Thema "Social Web 2014".

Ich glaube, wir haben das ganz vernünftig hinbekommen, ohne Hype und Tralalla.

Bitteschön:


Social Media - 3 Experten und ihre Prognosen und Tipps > Social Web > Selbständig im Netz

28.01.2014

Bücher und eBooks: Marktanteile in Selbsterfahrung

Ich habe hier nämlich die Abrechnung für die erste Auflage meines Google+-Buches. Im Handel von November 2012 bis Dezember 2013.

Ich wurde immer mal gefragt, wie groß denn der Anteil der eBooks am Gesamtverkauf sei. ich hatte das nie genau angesehen. aber bei der Gesamtübersicht ist das jetzt sehr leicht zu zählen.

Wenn ich die Abrechnung recht lese (sie ist etwas verwirrend aufgebaut) wurden von Print-Titel 2207 Stück verkauft.
Von Digitaltitel 104 Stück.

Macht also Insgesamt 2312 Stück. Und damit einen Ebookanteil von 4,5%
Der liegt bemerkenswert nah am Schnitt von 5% Ebookanteil, den man immer mal hört.
Jetzt wäre natürlich zu erwarten gewesen, dass bei einem computernahen Titel dieser Anteil anders aussähe. Andererseits werden vielleicht gerade auf dem Reader Krimis und Wäscher a la 'Shares of Grey' gelesen.

Eine kleine Einschränkung muss man machen: der Digitaltitel dauert aus mir unklaren Gründen immer länger, bis er auf dem Markt ist. diese Wochen sind wahrscheinlich für das halbe Prozent zuständig.

11.01.2014

Aweber hat einen an der Waffel, oder: CAN-SPAM

Aweeber, der Service, mit dem ich meine Serienmails verschicke, teilt mir mit, dass er die Adresse, die ich im Footer meiner Mails angebe, aufgrund des CAN-SPAM Acts angpeasst habe (das ist son Gesetz in den USA gegen Spam, was per se prima ist.

Und zwar von alt:
Kehlhofgartenstraße 6a, Steißlingen, BW 78256, GERMANY
und neu
Kehlhofgartenstraße 6a, Steißlingen, BW 78256

.... denn dieses Dingsda dürfe keine Mailadessen oder Telefonummern enthalten.

", Germany" ist jetzt also eine Telefonnummer ;) Oder ne Mailadresse - schwer zu sagen.

Jedenfalls habe man jetzt wieder meine 'Billing address' eingetragen.

Meine Antwort:

Well,

you know,

If you want to apply US laws to Mail sent from Germany to people speaking German in Germany, Austria and Switzerland, that is more than fine.

If you also want to present German snail mail adresses in a format, that is totally incomprehnsible to Germans, that is also more than fine.

If you feel you need to change the format from one incomprehensible way in to some other incomprehensible way (the BW has no function whatsoever in the German mail adress and the ZIPcode goes in front of the location (which is Steißlingen)) - well... be very welcome.

But of course it makes TOTALLY sense that your remove GERMANY from the adress, so that someone in Austria or Switzerland (or the US) has no idea, where I live and is prevented from ever sending me any legally binding mail.

Specially since GERMANY _is_ part of the address (as specified my the law) and is neither a phone numer nor an e-mail adress nor anything else.

At least i am grateful, that you left the ß in there. ;)

So have a nice weekend ;)

Oliver

30.12.2013

Apple-Siri und der Islam: "Sag mir wo du bist!"

Unglaublich:



iPhone (Apple) und die NSA? - YouTube

D.h., wenn jemand bei Siri -der Sprachsuchdienst von Apple - nach Islam sucht, verlangt Siri, dass er verrät, wo auf den Globus er sch befindet.
Ist ja auch logisch, dass so ein militanter Islamist den ganzen Tag 'Islam' googelt, ehm, sirit....

Guten Rutsch.