23.12.2012

Vom Nutzen und Nachteil des sozialen Rauschens für die Kommunikation

Beiträge zu XING hier im Weblog.Ich bekam vor ein paar Tagen ein Feedback eines relativ neuen Kontaktes (seit November) bei XING.
Er lobte Know-how, Inhalt und Kommunikation, monierte aber, dass sich zu viel und auch mal "Irrelevantes" kommuniziere. Als Beispiel diente meine Bemerkung, ich hätte mir ein Hotel für die re:publica reserviert. Und er wünsche sich einen rauschärmeren Kanal (meine Formulierung).

Dazu gäbe es natürlich so viel zu sagen, dass es fast ein Buch füllen würde. Es ist halt ein Unterschied, ob "Digitalien" nur Businesskommunikations- oder auch Lebens-Raum ist. Also: das Problem ist komplexer, deshalb hier mal eine erste Antwort. Feedback willkommen.

Hi M***,

danke für die Rückmeldung. Solche wie Deine bekomme ich seltener als ein mal im Jahr.

Das Problem: Für erhebliche Teile meines Netzwerks ist es schon relevant, dass sie mich bei der re:publica treffen können. Oder die, dass ich offenbar ein attraktives Hotel gefunden habe, nach dem sie mich fragen können.

Da ich eben ein nicht gerade kleines Publikum habe, ist das Eine für die einen relevant und verständlich, für die anderen hingegen das Andere.
Man könnte sagen: Das Rauschen für den Einen ist die Information für den Anderen.

Oder noch anders: Das Rauschen ist jeweils der "Preis" für die Information. Ich kann nicht "alle" bedienen ohne "manche" zu langweilen oder irritieren.

Wenn ich nur noch kommuniziere, was für ALLE neu und interessant ist, muss ich KOMPLETT schweigen.

XING ist übrigens noch mein 'sparsamster' Kanal.

Mein Problem ist: Wenn man mich im Netzwerk hat und sonst eher Kontakte, die NICHTS kommunizieren, dann ist das eventuell störend.

Übrigens: Die relevante Info war nicht die Hotelbuchung, sondern dass ich bei der re:publica bin. Falls du das Event noch nicht kennst, wäre der Informationsimpuls gewesen, sich das mal anzusehen. (Oder zu fragen.)

Folgende Perspektive kann ich Dir zudem anbieten:
Wenn Du es als nervig sehen WILLST, siehst Du das Nervige. Wenn Du es auf den Infogehalt abklopfst (was ist neu? wozu könnte ich nachfragen?), siehst Du die wertvolle Info.

Das wäre die perspektivische Lösung.

Die technische:
Wenn du nur die Info willst: Lies mein Blog ;) Aber das ist halt auch nicht 'alles Nützliche'. Noch sparsamer "bestückt" als XING dürfte mein Google+-Profil sein. (Da erwähne ich auch die relevanteren Blogbeiträge ...)

Meine XINGnachrichten kannst du nur ALLE ausblenden, indem du neben einer meiner Nachrichten das graue Kreuz drückst.

Ich hab auch grad noch mal geguckt, alle anderen Mitteilungen schienen mir durchaus relevant bis interessant und lehrreich. ;) Aber es waren heute ggf. etwas viele.

Wie gesagt: Blog lesen, auf G+ folgen, das könnte besser klappen und ist 'rauschärmer'.

Grüße
OG


Ich werde jedenfalls mal überdenken, ob der XINGkanal deutlich weniger belastbar ist, als ich bisher gedacht habe und ggf. dort etwas zurückdrehen.

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