11.03.2009

Amoklauf: Winnenden, Wendlingen, Erfurt und Mobbing

Winnenden
cc-Foto (some rights reserved) linkt auf Uhrheber.
Vor 6 Jahren war ich noch Lehrer. Damals habe ich mich intensiv mit der Berichterstattung zu Erfurt befasst. (Und stand am Tag nach Erfurt wieder vor meinen Schülern in Klasse 9, in der 80+% Egoshooter spielten. [die meisten Stunden/Tag übrigens das kleinste Mädchen, das jetzt Abi und ne Lehrstelle hat.] -> statistisch dürfte das also nicht signifikant sein: Wenn 80% Milch trinken ist es recht wahrscheinlich, dass ein Attentäter auch Milchtrinker ist.)

Jedenfalls hier das Suchlink zu den entsprechenden Artikeln hier.

Bzw direkt:
http://blog.oliver-gassner.de/plugin/tag/amok
und http://blog.oliver-gassner.de/plugin/tag/erfurt

Wenn man das liest, weiß man, wie wenig sich getan hat.
Noch immer ist die Bildung und Schule, Schulsozialarbeit und Schulpsychologie das Lieblingssparschwein der Nation.

Update:
Hier noch ein Link zu einem Kommentar von mir zu Mobbing an Schulen und den instituionellen Bedingungen von Schulpsychologie/Beratungslehererwesen - aus Anlass eines Mobbing-Suizids ("Ja, dann machs doch...") einer Schülerin in dem Ort an dem ich wohne. Mehrere Beratungslehrer haben mir für den Artikel gedankt (eine schrieb ne böse Mail, weil sie wohl was missverstand).

Ich hatte in meinem vorletzten Lehrerjahr einen Mobbingfall, bei dem wir Lehrer nur wussten, dass es eine Mädchengang war, die ein anderes Mädchen 'schriftlich' mobbten, aber trotz Schriftanalyse waren wir nie 100% sicher, wer es war. Erst als wir auch den Eltern sagten: "Wenn wir wissen, wer es war, verlässt diese Person dieses Gymi - und kein anderes Gymi MUSS ihn oder sie aufnehmen." Dann war Ruhe. Im letzten Lehrerjahr war dann Erfurt und der Suizid eines Referendars. Da waren wir natürlich auch besorgt, dass das Kreise ziehen könnte.

Update:
- Links und Ergänzungen
- Nein, ich weiß nicht, wie der Attentäter bei Kwick hieß. (Offenbar wird danach gegoogelt.)

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