19.01.2011

Stefan Niggemeier & the name of the game

Robert Basic ist nicht nett zu Stefan Niggemeier weil der nicht nett zu einem Ex-BILD-Mitarbeiter ist. Und darum entspinnt sich eine Kontroverse.
Mein Kommentar zu
"Stefan Niggemeier: BILDhaft" bei written in basic:

Ich hab den Artikel von Stefan gelesen und eigentlich erwartet, dass er eben Gnade vor Recht oder Herz vor Wasauchimmer gehen lässt.
Ein klares Wort dagegenzusetzen ist sicher nicht falsch, es provokant zu tun erregt Aufmerksamkeit und wirft erstmal den Dialog an.

An sich ist ja die Frage, ob jemand, der bei BILD arbeitet (und keiner, der da durch die Tür geht, kann behaupten, er wisse nicht, was das bedeutet) ein für allemal auf Gnadenerweise verzichten muss. Im Prinzip nach dem 'Auge um Auge'-Schema (das ja mal eins der Gerechtigkeit war).

Ich werde selbst gelegentlich gebeten aus älteren Webprojekten Namen oder Texte rauszunehmen (wir haben ne Literaturzeitschrift gemacht), Vereinzelt werde ich sogar gebeten Usenetpostings zu canceln (und zwar welche die 5 Jahre alt sind), weil ich da jemanden zitiere der bezweifelt, dass man in der Schule FAUST lesen sollte.

WENN mich das absehbar mehr als 10 Minuten kostet (weil ich Zugangsdaten antiker Projekte raussuchen muss) UND mir KEIN _plausibler_ Grund genannt wird (Rechtsstreit, Urheberrecht. Vocatio als Relilehrer wasimmer), dann lehne ich das idR ab.
WENN es aber einen Grund gibt UND ich an dei Daten utdrankomme, dann mach ich das auch. Und zwar: ohne die charakterliche Eignung der im digitalen Raum benamsten Person zu bewerten.

Fazit: Ich fände es einen beweis von Fairness, wenn Stefamn den Namen rausnimmt. Das würde zeigen, dass er über dem Thema stehen kann, wenn Personen betroffen persönlich sind.

Oder: Ich glaube an die Resozialisierungfähigkeit von BILD-Journalisten.


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Kommentare:

  1. Die Menschen werden in der Zukunft nur noch Gute Dinge über uns lesen, weil alles irgendwie Schlechte gelöscht wurde. Hoffentlich hat niemand was gegen den Holocaust, dann löschen wir den auch noch um uns nicht mehr daran erinnern zu müssen.

    Vielleicht sollten wir uns in Zukunft mehr Gedanken darüber machen, was wir tun.

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    1. Nun, wenn jemand eines Verbrechens schuldig befunden wurde, dann (wenn ich das recht verstehe) erlischt sein Angeklagtenschutz (das Thema haben wir ja grade beim Taximordprozess in Konstanz). (Wenn einer dann wieder frei kommt, könnte man auch denken, es wär dann gut...)

      Aber ich sehe schon einen Hauch eines Unterschieds (also: einen riesigen) zwischen einer historischen tatsache und eines 'Makels', der dich daran hindert, deinen Job zu machen bzw einen zu bekommen.

      Bloß weil der durchschnittliche BILD-Journalist bei seiner berichterstattung über leichen geht (manchma wörtlich und manchmal nahe dran) muss das ja der BILDkritiker im umgekehrten Falle nicht auch tun.

      Christentum ist nicht in allen Aspekten ne tolle Sache, aber in manchen schon ;)

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