12.02.2013

Weblog: Eigener Server oder Hostingplattform?

tl;dr:
a) Selbsthosting ist nicht notwendig
b) Ich empfehle bei Nichtselbsthosting Blogger (mit eigener Sub/Domain)

Wir müssen mal reden.

Es wird immer wieder gesagt, ein 'Self Hosted Blog' sei so viel toller als eines bei Wordpress.com oder Blogger.com.

Das ist doch Mumpitz. Hoch drei.

In beiden Fällen liegt mein Weblog auf einem Server, der nicht in MEINEM Keller steht.
IN beiden Fällen dreht der Provider den Saft ab, wenn der Staatsanwalt klopft (oder übergibt Daten oder wasimmer). (Aber ich möcht mal sehen, wie die Polizei ein Google Datencenter ausräumt ;) )

Im Gegenteil: Wordpress und Google garantieren eher, dass auch größerer Traffic ohne extra Kosten abgewickelt wird. (Google eher als Wordpress).
Bei Google=Blogger.com sind einige Services, die bei Wordpress kosten (Subdomain etc.), Wordpress-Themes sind oft massiv eingeschränkt (Videoeinbindungen, Iframes etc.).

Hypothese: Und wenn man mal von Spiegel oder CNN verlinkt wird: das Blogger.com-Blog wird es am ehesten aushalten.

Bekannte berichten, dass das selfhosted Wordpress null Googletraffic zog, kaum war es (unter der selben Domain, kostenlos) zu Blogger.com umgezogen träufelte der Googletraffic. Surprise?

Ein selfhosted Wordpress kostet, nach Expertenangaben, bis zu 400 EUR/Jahr für Technik. Klar, das isses wert, aber nicht jeder will oder kann so ein Budget auf Verdacht auflegen.

Ja, ich empfehle manchen meiner Kunden 'Selfhosted' Blogs, dann, wenn es zu ihrem Business passt und das Budget da ist. Ich empfehle aber auch oft blogger.com unter eigener Domain, weil es den Aufwand und den Support massiv verschlankt.

In allen Fällen nämlich, ist eine eleganter Export machbar. (Probleme gibt es nur bei Gruppenblogs, da führt am Selfhosting bzw wordpress.com kaum ein Weg vorbei.)

Ich bin für niedrige Einstiegs-Schwellen und je nach Geschmack Wordpress oder eben (eher) Blogger.com.

Und jetzt haut mich ;)

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