02.12.2015

#opendigi - Hans-Jürgen Kugler: Open Minds Economy und die Automobilindustrie

Ein von Oliver Gassner (@olivergassner) gepostetes Foto am

Livelogging, Zitate nur sehr grob sinngemäß.
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Speaker: Hans-Jürgen Kugler | the internet of things
- Value Creation in automotive Industry
- Survival?
- Open Collaboration in Businessmodellen?
- Business als offene Kollaboration
- Wie könnte eine Open Mind Economy aussehen

"Kugler Maag" hilft Firmen in der klassischen Industrie, deren Produkte 'software-infiziert sind sich weiter zu entwickeln.
Autosoftware: 100 Millionen Lines of Code
LHC: 50 Millionen
Kampflugzeug: 25 Millionen Lines of Code

Hardware verkaufen (Entwicklung bis zum POS) vs. Dienstleistung (Massives Softwarevolumen)
Es gibt kein Geschäftsmodell für Software im Auto, sie wird 'mitverschenkt'.

Das Internet wurde nicht von den Firmen, sondern von der Community gebaut, genau so wird es mit dem Internet of Things IoT sein.

Der Hauptmarkt bei Automotive wird eher der 'Kleinteilemarkt' sein, das was zum Auto nachgeliefert wird.
Das ist eine diskontinuierliche Bruchstelle.
Survival of the fittiest, des 'keystone'. dessen, der am besten ins System passt.

Vom schweren Kreuzer zu einer koordinierten Flotte von Schnellbooten; die Technologien entwickeln sich rasant.. wir haben maximal 10 Jahre Zeit für Schwenks.

Automotivefirmen sind aber eher ungelenk. Was uns fehlt ist einen Unabhängigkeit, es gibt nur command and control, Kontrolle ist besser ...

Wir müssen erreichen, Lenin auf den Kopf stellen:
Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser.


Drei Grundregeln, um 400% Produktivität zu erreichen:
- Selbst mitbestimmen, was ein MA macht und wie
- Einzelnen Exzellenz in einem bestimmten Bereich erlauben
- Zweck, jenseits den Profits

Ingenieure sind eher dem Projekt verbunden als dem Unternehmen.
Wie passt das zu 'open'?

78% der Firmen nutzen Open Source.
Wird aber als Kostenbremse gesehen.
Nicht als Kultur der Open Collaboration.

- Varianz von Ansätzen
- wir haben 1000 mal mehr Bakterien im Körper als Zellen mit jeweils eigenem Code, wir sind ein Bakterientaxi und leben in Symbiose
- dieses Konzept sollten wir auf die Wirtschaft übertragen

z.B.

Value Proposition mit Kunden diskutieren

Es gibt ständig Brüche in Unternehmen, wo Einkauf und andere Abteilungen anders wollen, wir brauchen auch hier eine andere Kultur (Qualität vs. Kosten)

Wertschöpfung wird nicht mehr hierarchisch kontrolliert passieren sondern aus den Netzwerken kommen.


Die Antwort auf die Frage: 'Ist das auch sicher' ist die Offenlegung von Code. Und nicht Intellectual Property (IP).
Wir arbeiten zu viel im Scheuklappenmodus, das wird in der Industrie gefördert.

Ein von Oliver Gassner (@olivergassner) gepostetes Foto am



Offenes Business führt auch zu einer Offenen Gesellschaft (Popper). Die Offene Gesellschaft und ihre Feinde, Karl Popper.

Es gibt offene Medizin: Patients like me. Datengrößen, die keine medizinische Fakultät zusammenbringt, z.B. zu Parkinsons. Unis wollen das auch nicht, denn sie stehen in Konkurrenz zueinander.

Das Privacyargument wird von den Unis nur vorgeschoben, denn diese Bedenken existieren nicht mehr zwischen Uni und Pharma.

Commons = Allmende, teilen von werten und ressourcen, sharing UND caring.
Das fehlt vielen Unternehmen.
Wir müssen Unternehmen wieder für Menschen bauen, und nicht für Maschinen.


Open Source Everything Manifesto (Steele):


P2P Summer School Ireland

In den meisten Unternehmen wissen sogar Manager nicht was vorgeht, da ihnen Informationenn vorenthalten werden.

- Open Source Software
- Open Source Spectrum (Senderfrequenzen)
- Open Source Intelligence
- Open Data
- Open Money (Bitcoin)
- Open Deliberation (Bürgerbeteiligung)
- Open Society
- Open Patents
- Open Government

***end