Zentrale Themen
Triade Sprechen/Schreiben/Lesen: Historische Veränderungen (Rundbriefe → E‑Mails); Lesen als Kunst, Schreiben als Storytelling.
PR/Agentur: Unabhängigkeit über Geld (Kündigungen bei Unseriosität); Microsoft als Startup mit Gates‑Anekdoten.
Techgeschichte: Von Synthesizern bis Office; frühe Politik gegen ISDN.
Heutige Kritik: Techpolitik als Abwehr; KI als „Deppenchatten“ (unzuverlässig, braucht Kontrolle).
Zukunft: Digitale Souveränität essenziell; Microsoft vorn, Authentizität siegt über KI‑Masse.
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KI Summary:
Kurzüberblick
Oliver Gastner interviewt Michael Kausch („Mick“), der sich als „Sprecher, Schreiber, Leser“ vorstellt – Pressesprecher bei Microsoft (1987, einer der ersten außerhalb USA), PR‑Agentur‑Gründer, Blogger („Cyslanski Blog“ mit 200+ Buchbesprechungen) und Technologiepionier. Themenkreis: Analoges Schreiben vs. digitales Mailen, Microsoft‑Anekdoten, politische Jugend, KI als „Deppenchatten“ und digitale Souveränität.
Zeitstrukturierte Zusammenfassung
0:00–2:00 – Einstieg und Vorstellung
Oliver begrüßt Michael („Mick“) als PR‑Urzeit‑Experten („deutsches PR‑Urestein“) und kündigt die Reihe „What would boomers do“ an, die hier nicht chronologisch springt. Michael definiert sich als „Sprecher, Schreiber, Leser“ in evolutionärer Reihenfolge: Sprechen zuerst, dann Schreiben lernen, Lesen als „hohe Kunst“ (besonders schwierig bei E‑Mails).
2:00–5:00 – E‑Mails, Briefe und Storytelling
Diskussion über nervige E‑Mail‑Anfänge („Lieber Michael, wie geht es dir?“) vs. pointiertes Schreiben; Michael kontrastiert mit Rundbriefen von Weltreisenden (Wochen unterwegs, episches Storytelling für viele Empfänger). Anekdote: Larissa Vassilian schrieb armenische Faxe in Lautschrift aus den USA.
5:00–10:00 – Michaels Werdegang: Sprechen, Schreiben, Lesen
Michael startete als Microsoft‑Pressesprecher (1987, Mitarbeiter Nr. 50 Zentraleuropa); dann Agentur (schrieb über Kunden); seit 20 Jahren Blogger („Zusanski Block“: 200+ Buchbesprechungen, liest wöchentlich 3 Romane). Träumt vom „Vom‑Lesen‑Leben“, könnte kommerziell werden (Ads, Influencer‑Einnahmen), aber unabhängig bleiben.
10:00–15:00 – PR‑Anekdoten: Unabhängigkeit und Kündigungen
Michael kündigte Kunden bei unseriösen Projekten (Schneeballsystem, Startup mit gekauftem Genscher als Presse‑Speaker); priorisiert Namensschutz über Geld. Als PR‑Mann bei Microsoft (Pressekonferenzen mit Bill Gates, Tennis mit ihm) und Moderationen (z.B. Genscher in Bundestag).
15:00–20:00 – Technologiegeschichte: Von Minimoog bis Microsoft Office
Frühe Tech‑Faszination: Minimoog (70er), C64, Olivetti M24; Abschlussarbeit zu Technikfolgenabschätzung (Kommunikationswissenschaften). Zu Microsoft: Kannte Word/Multiplan/Chart, schlug „Office‑Bundle“ vor („erfand Microsoft Office“); betreute Zentraleuropa bis Vladivostok.
20:00–25:00 – Bill Gates: Anspruchsvoll, aber talentiert
Bill Gates als detailliert, vorbereitungshungrig, ausflipp‑fähig, aber marktsensibel (trotz schlechter Programmierer); Gates' Jugendbuch empfohlen. Microsoft als Startup mit hohem Druck.
25:00–30:00 – Politische Jugend: Jusos, Schröder, Scholz
Michael politisch früh aktiv (14 in Gewerkschaftsjugend, Juso mit Schröder/Scholz, Willy Brandt); Technologiepolitiker (gegen ISDN aus Datenschutzgründen). Heutige Techpolitik als reiner Abwehrkampf (kein Gestaltungswille mehr).
30:00–35:00 – Technikfolgenabschätzung: Verlorene Vision
Früher (70er/80er) Techpolitik als Modernisierungs-/Demokratisierungsprojekt; heute nur Investitionen (Arbeitsplätze) oder EU‑Abwehr (KI‑Regulierung). Kommunalpolitik: Kabelverlegung statt Partizipation (gläserne Rathäuser, Mitgestaltung).
35:00–40:00 – Schule, Digitalisierung, Handys
Lehrerin bemerkt Walkman im Unterricht (Vergleich zu heutigen Handys); Digitalisierung in Schulen/Verwaltungen hinkt (90er‑Niveau, Faxe). Schule braucht digitale Tools, aber Ablenkung kontrollieren.
40:00–45:00 – Familie, OpenDesk, Selbstbau
Michaels Enkelkind (2 Monate, „digital native“); Familie nutzt Google Docs; Agentur wechselt zu OpenDesk (Managed Service, digitale Souveränität). Michael baut PCs selbst (Rückkehr zu 486‑Zeiten).
45:00–50:00 – Digitale Souveränität, Microsoft vs. Google
Souveränität unvermeidbar; Microsoft (Nadella) am besten positioniert für Multinationalität (Open AI, Office‑Standards); Peter Thiel gefährlich. Diversity‑Programme bei Microsoft eingestellt („bringt kein Geld“).
50:00–55:00 – Mastodon, Google‑Abhängigkeit
Michael auf Mastodon; Oliver plant Einführungskurs; Wechsel zu OpenDesk/Souveränität als Trend (gegen Zoom/Google).
55:00–1:00:00 – KI‑Projekt: Desillusionierend
Zweijähriges Projekt zu KI in Content: KI‑Content bald erkennbar/unglaubwürdig (Gaußkurve‑Mitte); Recherche unsicher (Halluzinationen); hilft bei Bildern/Sachfotos, aber Text braucht Authentizität.
1:00:00–1:10:00 – „Deppenchatten“ mit KI
Neologismus: KI als „Wortwürfelmaschine“/„günstige Intelligenz“ (GI); Prozess ist ständiges Unterbrechen („chatten mit Deppen“); Beispiele: Falsche Termine (Oktoberfest im September), wiederholte Fehler (Enten in Bildern). KI braucht vorgegebene Quellen/Tools.
1:10:00 – Abschluss
Oliver bedankt, schlägt KI‑Podcast‑Fortsetzung vor; typischer Gruß: „Lebt lange und in Frieden, möge der Saft mit euch sein“.
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