18.07.2012

Was ist ein Trackback / Pingback / Backlink?

Da ich gerade wieder in einer Online-Diskussion den Eindruck habe, dass bestimmte Begriffe nicht klar sind, versuche ich hier mal mein Bestes:

Trackback
Ein 'Trackback' ist eine Nachricht, die von einem Blog zum anderen geschickt wird und besagt:

"Lieber Blogeintrag, ich habe einen Kommentar zu dir geschrieben, aber nicht bei dir in den Kommentaren sondern in meinem Blog. Bitte vermerke das doch, damit deine Leser auch mal vorbeischauen, was ich zu deinem Inhalt zu sagen hatte."

Diese Nachrichtenfunktion wird 'angestoßen' in dem 'mein' Blog an die 'TrackbackURL' des Anderen einen 'Ping' schickt, d.h. ein paar Parameter übergibt (URL meines Eintrags, Kurzzitat meines Beitrags). Praktisch muss man nichts Anderes tun, als die TrackbackURL beim Schreiben meines Beitrags in ein bestimmtes Feld in meinem 'Blog-Redaktionssystem' einzufügen.

Trackbacks und TrackbackURLs sind heute recht selten. Das Trackback-Verfahren wurde weitgehend vom Pingback-Verfaren abgelöst.

Trackback-Netikette:
Gesetzt der Fall wir hätten nicht zum Spiegel-Artikel was sagen wollen, sondern zu dem was Fritz so dazu meint, dann hätten wir das in unserem Blog geschrieben und eventuell einen Trackback zu Fritz' Blogeintrag gesetzt, sofern wir eben auf ihn reagieren UND ein Link zu ihm setzen. Einen Trackback auf Einträge zu setzen, die man im eigenen Eintrag NICHT verlinkt (Blogroll zählt nicht), gilt als SEHR unschön und könnte als Spam aufgefasst werden.

Pingback
Da das manuelle Trackback-verfahren recht müshsam war, wurde es automatisiert (aber dadurch auch etwas ent-indivisualisiert).
Wenn ein Blogartikel online gestellt wurde, überprüft die Blogsoftware ALLE ausgehenden Links, ob sich auf der anderen Seite ein Weblog befindet, das eben 'Pingbacks' akzeptiert. Das funktioniert aber nur, wenn die Zieladresse ein Einzelartikel ist und nicht eine Kategorie oder die Hauptseite.
Ist auf der anderen Seite ein passender 'Empfänger' so wird wie beim Trackbackverfahren ein Link auf die 'sendende' Seite gesetzt.
Technisch realisiert werden Pingbacks mit einer Technik namens XML/RPC. Diese sollte natürlich in der Blogsoftware aktiviert sein. Wordpress enthält z.B. ein solches Modul.

Trackbacks, Pingbacks und Spam
Da Links wertvoll sind, versuchen Spammer über Track- oder Pingbacks Links auf ihre eigenen Webangebote zu erzeugen. Eine Spamsoftware im eigenen Blog sollte die schlimmsten dieser Linkversuche abwehen. Andere muss man manuell auf Spam- und SEO-Blogs durchsehen.

Backlinks
Ein Backlink ist einfach nur ein Link, das auf meine Webseite oder eben auf meinen Blogbeitrag zeigt, vollkommen unerheblich, ob es von einer normalen Webseite kommt, aus einem Forum oder von einem Blog.
Blogsoftware wie blogger.com bietet an, unter einem Blogbeitrag alle Backlinks aufzulisten. Das kann sehr lang aber auch problematisch werden, aus dem oben bei Spam diskutierten Gründen.
Backlinks auf das eigene Blog kann man auch prima mit Google finden.

Geschmacksrichtungen
Links auf das eigene Blog können in mehreren 'Geschmacksrichtungen' auftauchen.
Die wichtigsten sind rel=follow oder rel=nofollow, das sind Parameter, die dem Link mitgegeben werden und den such,aschinen sagen, wie sie mit dem Link verfaren sollen.

Wird ein rel=nofollow gesetzt, so wertet die Suchmaschine das Link nicht als "Empfehlung" und das Link fließt nicht in die Formel zur Rankingverbesserung der Zielwebseite ein.
Deshalb werden Trackbacklinks oder auch Links in Kommentaren oft von der Blogsoftware als 'nofollow' gesetzt. Ich persönlich bevorzuge hier follow-Links und bin dafür strenger beim 'Jäten' der Links.
Wenn man ein Blog 'einstellt' und nicht mehr pflegt, sollte man allerdings die Trackbacks/Kommentare etc. auf nofollow setzen, damit es nicht von Spammern als Linkschleuder missbraucht werden kann.

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