03.04.2014

"Ich bin ein Marbacher": Projekt "Netzliteratur authentisch archivieren und verfügbar machen"

Im Deutschen Literaturarchiv Marbach - auf der Schillerhöhe etwas nördlich von Stuttgart wird alles gesammelt, was mit deutschsprachiger Literatur zu tun hat. Also beispielsweise Tagebücher und NAchlässe von Autoren, Manuskripte, Briefe etc.

And I am proud to say:
Ein paar meiner digitalen Werke sind dort jetzt auch archiviert.

Und zwar hier & so:

Das Wiki findet sich unter https://wwik-prod.dla-marbach.de/line/index.php/Hauptseite

„kwadrant c/y“: https://wwik-prod.dla-marbach.de/line/index.php/Kwadrant_c/y (ein Beitrag zum Zeit-IBM Digital-Literaturwettbewerb 1997
„noise 99“  https://wwik-prod.dla-marbach.de/line/index.php/Noise_99 (das war ein Auftragswerk für die Migros Kulturstiftung)
„The Famous Sound of Absolute Wreaders“ https://wwik-prod.dla-marbach.de/line/index.php/The_Famous_Sound_of_Absolute_Wreaders (wenn ich mich dumpf entsinne ein Auftragswerk des ORF)

Damit, dass das überhaupt so kam, hatte ich auch am Rande zu tun.
Irgendwann 1999 oder 2000 hatte ich einen Termin in Marbach mit nur 3-4 Personen und man sprach darüber, wie man die Beiträge der IBM-Literaturwettbewerbe sichern könnte. Das gestaltete sich u.a deswegen schwierig, weil nicht nur viele werke mit Skripten arbeiteten, weil die Diskussion in den Foren mit archiviert werden sollte, und weil von dem ganzen Klumpatsch nur noch ein IBM-Band existierte, das auf keiner Hardware mehr lief, weil es das Umgebungssystem nicht nur nicht mehr gab, sondern weil es schon nicht mehr rekonstruierbar war. (Oder keiner das priorisiert hat.)

Mitte 2008 dann gab es eine 2-tägige Konferenz (auf Einladung ) / bei der?) Deutschen Nationalbibliothek Frankfurt. Jedenfalls saßen da Vertreter aus irgend einem Ministerium (Kultur?), diverse Vertreter von Literaturarchiven in D und A (und CH?) und einige Online-Literatur-Organisatoren, Wissenschaftler und Juristen zwei (halbe?) Tage zusammen und überlegten, wie was wo zu machen sei.

Was genau rauskam, weiß ich nicht mehr, aber irgendwann trudelten hier Nutzungsrechtsfreigabeformulare per Mail ein, in denen erbeten war, dass ich mich dazu äußere, wie was in Marbach zur Verfügung gestellt werden darf.

Die Erlaubnis habe ich, soweit ich die Rechte hatte (bei der Digitalausgabe Literaturzeitschrift Wandler konnte ich da z.B. keine Freigabe geben), natürlich gegeben. Und jetzt ist das alles schön digital verfügbar.

Manchmal dauert es eben etwas länger. Auch bei Digitalprojekten.