Kommentarspam-Policy

Wegen der Diskussion hier im Literaturwelt-Blog (unten bei den Kommentaren) wollte ich mal ein Projektchen verfolgen, das ich seit ner Weile rumschleppe.

Das Problem sind aktuell manuell abgesetze Spams mit minimalen Zusammenhang mit den POstings. D.h. es wird in der tat inhaltlich regaiert. Als Kommentatoren-URL wird idR ein deep Link auf eine Kommerzpage, meist ein shop oder eien andere googletechnisch zu optimierende Seite gesetzt.

Plan:

a) Genauer zu eruieren, inwiefern durch Posten eines Kommentars ein Vertrag wg. Werbung zustandekommt
b) zu überlegen, wie eine entsprechende Policy zu formulieren wäre

Bei a) bin ich im Dialog mit einem (sehr netten) bloggenden Anwalt bisher gescheitert. Aktuell beobachten die Leute, ob Mario Sixtus oder die Blogbar in der Tat von Zahlungseingängen berichten. ich habs nicht im Blick.

Für b) hätte ich folgenden Vorschlag  


KOMMENTAR-POLICY


§1
Wirklich gerne gesehen sind Links nur auf (gerne Firmen-)Blogs und persönliche Homepages

§2
(Deep-)Links auf Webseiten
- die Spamblogs sind oder so wirken
- die keine Weblogs sind oder
- keinen erkennbaren Zusammenhang mit dem Blogposting oder der Antwort aufzeigen
werden als kostenpflichtige Werbung behandelt. Siehe Preisliste. werden auf dieses Posting umgeleitet oder anderweitig unbrauchbar gemacht

§3
Hinweise auf Konkurrenzprodukte der in einem Artikel oder in Kommentaren erwähnten Angebote sind nur ohne aktive Verlinkung erwünscht.


Wackelig ist es bei den Firmen- und Spamblogs.
Hauptziel ist allerdings nicht, das Cash einzusammenln sondern den Leuten das Blogspammen auszutreiben.
Wenn NUR ICH das mache, dann zucken die nicht, wenn das aber in *.de 50 oder 100 Blogger mit PR 3+ machen, dann bricht denen garantiert der Schweiß aus.


Ich bin aktuell übrigens auch wieder im Dialog mit einem Kunden eines SEO, für den jetzt schon vermehrt bei mir gespammt wurde. Doesmal hat er sowohl den SEO als auch dessen Dienstleister angerufen. LUstigerweise hatt5en dei wieder 2 verscghiedene Erklärungen, wie es dazu kam. U.a. die Praktikanten-Nummer.



Also konkret:
- sind obige Regeln halbwegs wasserdicht?
- wie wären Sie zu kommunizieren?
- wer hat WIRKLICH schon Geld von Kommentarspammern eingesammelt?

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Kommentare

  1. Bisher habe ich kein Geld engesammelt, aber eine Klage angedroht bekommen (auch wenn offenbar nicht mal die Anzeige gekommen ist): Nachdem ein - inzwischen gesperrter - Affiliateknilch für mehrere deutsche Direktbanken bei mir manuelle Spamkommentare hinterlassen hatte, habe ich den beiden Banken je eine Rechnung geschrieben. Der Geschäftsführer der einen Bank hat daraufhin erbost bei mir angerufen und geschrien, er habe keine Vertrag mit mir und werde mich wegen betrügerischer Weißnichtmehrgenauwas anzeigen.

    Die andere Bank ist dem ganzen aber nachgegangen und hat dem Spammer das Handwerk gelegt. Aber Geld? Nein, das ist nicht geflossen ;-)

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    1. Gut, wie gesagt: es macht schon Arbeit Rechnungen zu schreiben. Hier wären es täglich 1-2 und das ist nur EINS meiner Blogs.

      WENN das viele machen und jede/r nur 1* die Woche ne Rechnung schreibt, kommt am anderen ende genug Zoff an, dass es ggf. aufhört. Denn der 'endpunkt' der leute, dei von der werbung profitieren sollen liegt ja - sofern sie in D sind - fest.

      Bei Mail lasse ich abmahnen, wobei da die Quote derer, die blechen, niedriger wird, dafür kommt es seltener vor.

      Abmahnen ist aber unsexy, denn da verdeint das geld der Anwalt und mans selsbt sitzt auf KOsten, wenn der Abgemahnte nicht zahlt. (Jemand sagte mir, man könne selbst abmahnen und ne Rechnung stellen, aber... das bezweifle ich.)

      Fragt sich, was passiert, wenn man die Rechnung dann per Inkasso einsammelt.

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  2. Für einen Vertrag fehlt m.E. die übereinstimmende Willenserklärung ...

    Und falls das jemand anders sieht, würde ich wegen 'Inhaltsirrtum' zurücktreten ;-)

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    1. Sicher,
      Punkt ist:
      - Kann man den Kommentarvorgang so gestalten, DASS eine Willenserklärung zu stande kommt? (Ist ja B2B ;) )
      - Wie lustig findet dass der SEO-Auftraggeber, wenn er von 2500 Verträgen zurücktreten muss?

      Ziel ist wie gesagt NICHt einen vetrag zu haben oder Cash zu kriegen, Ziel ist den Spam wegzuhauen. an der Quelle.

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  3. Ist leider auch ein Problem, mit dem auch in der letzten Zeit stark zu kämpfen habe.

    Bin jetzt dazu übergegangen, den Link zu löschen bzw. wenn der Kommentar total sinnlos ist, das ganze an akismet zu übergeben. Eine Rechnung habe ich, obwohl ich das über dem Kommentarfeld androhe, bislang noch nicht geschrieben.

    Nach meiner Beobachtung kommen 99 % der Kommentarspammer über zwei bestimmte SEO-No-Nofollow-Verzeichnisse, in denen ich aufgrund des Pageranks leider recht weit oben gelistet bin. Sämtliche Versuche, mich dort streichen zu lassen, sind leider gescheitert. Bekäme ich mein Blog dort gestrichen, wäre möglicherweise schon ein guter Teil des Kommentarspams hinfällig. Vielleicht werde ich aber auch Referrer von diesen Seite mal mit htaccess-Dingsbums sperren, um es den SEO'lern zumindest ein bißchne zu erschweren.

    Freude macht das jedenfalls alles nicht.

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  4. Pingback: <a href="http://blog.oliver-gassner.de/archives/2668-Yesterdays-Twits.html>PingBack</a>

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  5. Trackback: Spam-Kommentare revisited
    Der StoiBär hat da ein paar schöne Ideen zum Kommentarspam. Die Praxis, das Spamlink auf ein eigenes Posting umzubieten, werde ich auch mal versuchen. Es bietet sich da wohl meine Überlegung zur Kommentarspam-Policy an. (Ein Anwalt meinte übrigens, das

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