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Unser Sub-Podcast “How2AI” ist #30 bei https://www.millionpodcasts.com/chatgpt-podcasts im Juli 2025 - Danke.
KI Summary
00:00–03:30 – Einstieg und Jubiläum: Oliver erzählt, dass er seit 20 Jahren podcastet, stellt Gunter Dück kurz vor und lobt dessen ruhigen, nachdenklichen Vortragsstil im Gegensatz zu „brüllenden“ Keynote-Speakern.
03:30–06:30 – Redestil und Öffentlichkeit: Diskussion darüber, dass lautes, emotionalisierendes Sprechen (Politik, Gewerkschaften) oft Inhalt überdeckt; Beispiel Merkel-Pressekonferenz und wie Publikum sofort mit ihr den Saal verlässt.
06:30–12:30 – Einführung Warteschlangenformel: Gunter erklärt Ankunftsprozesse (Poisson), das Konzept „Leute im System“ und die Warteschlangenformel mit Beispielen Supermarkt, Feuerwehr, Notarzt.
12:30–17:30 – Auslastung und gesellschaftliche Kritik: Hohe Auslastung (90–100%) erzeugt lange Warteschlangen, Chaos und viele offene Vorgänge; Kritik an Management, das 100% Auslastung fordert und dadurch Qualität und Wichtigkeit der Arbeit untergräbt.
17:30–23:30 – Bürokratische Prozesse und „dringend, aber unwichtig“: Beispiele aus IBM-Manageralltag (User-IDs prüfen, Compliance), die durch schlechte Prozessgestaltung extrem aufgebläht werden; Bezug auf Coveys „Seven Habits“ und die Schwierigkeit, an wichtigen, aber nicht dringenden Aufgaben zu arbeiten.
23:30–27:30 – 85% als sinnvolle Zielauslastung: Gunter argumentiert, dass in vielen Optimierungsszenarien ca. 85% Auslastung ideal sind; er verknüpft das mit kognitiven Grenzen (4–7 Dinge gleichzeitig im Kopf, Management-Span-of-Control von ca. sieben Mitarbeitenden).
27:30–33:30 – Transparenz und Paket-Tracking-Metapher: Idee eines „Paket-Trackers für Prozesse“ in Verwaltung und Unternehmen, um Status von Vorgängen sichtbar zu machen; Beispiele Grundbuch/Grundschuld, langsame Behördenprozesse und digitale Scheinlösungen (PDF statt echter Digitalisierung).
33:30–37:30 – Positives Digitalisierungsbeispiel PV-Anlage: Gunter schildert einen gut designten digitalen Prozess seiner PV-Anmeldung (Schrittfolge, automatische Daten, klare Hinweise), der zeigt, dass Digitalisierung einfach und nutzerfreundlich sein könnte, wenn man es richtig plant.
37:30–42:30 – Öffentliche Beschaffung und Kollaboration: Oliver berichtet von der Bachelorarbeit seines Sohns zu kollaborativen Softwarebeschaffungsprozessen in der Verwaltung und paradoxen Effekten; Gunter ergänzt Beobachtungen zu Städten, die sich bewusst unvergleichbar machen, um Preistransparenz zu vermeiden.
42:30–47:30 – Warteschlangen, Deadlines und Machtspiele: Rückbezug auf die Warteschlangenformel: Arbeiten, die durch Verschieben/Deadlines neue Warteschlangen erzeugen; „Sense of Urgency“ (Lou Gerstner, IBM) und wie Überlastung zur Machtausübung wird („ich habe 100 Vorgänge offen, warum soll ich deinen vorziehen?“).
47:30–52:30 – Burnout-Kultur und Schmerzensgeld: Anekdoten über Burnout in Unternehmen, Manager-Coachings für „ausgetickte“ Führungskräfte und die implizite Erwartung, dass echtes Arbeiten Leiden bedeute; Kritik an fehlender struktureller Veränderung trotz Reha & Coaching.
52:30–58:30 – Grenzen der Optimierung & Sparlogik: Gunter verknüpft lineare Optimierung/Engpassdenken mit Unternehmenspraxis: Wenn alles maximal optimiert wird, stößt man an harte Grenzen; Rasenmäher-Kürzungen, Freibäder, Innovationen und die absurde Forderung, dass „jeder seinen Beitrag leisten“ müsse, auch in Bereichen, die man eigentlich ausbauen müsste.
58:30–1:05:00 – Arbeitsumgebung, Kostenrechnung und Großraumbüros: Gunter rechnet reale Mitarbeiterkosten und „nice to have“-Budget durch und zeigt, wie gering der Unterschied ist im Vergleich zum Aufwand der Kleinstkontrolle; Kritik an Großraumbüros („Massentierhaltung“), Umbaukosten und daran, dass menschliche Arbeitsbedingungen gegen minimale Einsparungen getauscht werden.
1:05:00–1:10:00 – Individuelles Selbstmanagement: Diskussion über das Erfassen des eigenen Arbeitstages (alles aufschreiben), GTD („Getting Things Done“), leeren Kopf („set all zero“) und kognitive Reinigung durch Rituale oder Spiele; Ziel ist eine klare Trennung von wichtigen Aufgaben und unnötigem Prozessrauschen.
1:10:00–1:12:30 – Kreditkarten-Anekdote und kognitive Belastung: Gunter erzählt von der American-Express-Gebührenumstellung, automatischen Anrufen und fehlenden Kommunikationswegen als Beispiel dafür, wie kleine Prozesse unverhältnismäßig viel mentale Energie binden.
1:12:30–1:14:40 – Schlussappell: Empfehlung, einen oder zwei Tage lang alle Tätigkeiten zu protokollieren, Unsinn/Prozessmüll zu markieren und mit der Führung zu besprechen, was wegfallen könnte; Tipp, kurze Aufgaben sofort zu erledigen (2‑Minuten-Regel), statt sie selbst zur Warteschlange zu machen.
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