14.07.2014

Netzwerken vs. Akquirieren

Beiträge zu XING hier im Weblog. Intro

Die folgenden Äußerungen waren durch XING veranlasst. Sie gelten natürlich homolog für alle Netzwerke, sind aber an sich nur bei Businessnetzwerken relevant. Linkedin fehlen z.B. die Biete/Suche-Felder (da gibt es nur 'Skills'), da wird man feinfühliger tasten müssen,w as ein Kontaktgrund sein kann. Linkedin sagt an sich: "Ausschließlich persönliche Bekanntschaft." BÄM!

Networking vs. Akquirieren

Ja. XING ist eine Businessplattform. Aber eine für Business-Networking. XING ist keine "Kundenjagdzone mit unbeschränkter Feuererlaubnis".

Ich beschreibe Networking immer so:

"Man lernt nette Leute kennen, erklärt sich, was man gegenseitig tut und erinnert sich an die Person, wenn man um eine Empfehlung gebeten wird."

Das ist auch mit dem XING-Motto gemeint: "Persönliches steht im Vordergrund, Geschäftliches ergibt sich."

Akquise wäre:
"Man lernt nette Leute kennen und bearbeitet sie so lange, bis sie kaufen."

Ich denke, dass jeder subjektiv sagen kann, in welcher Rolle er sich besser fühlt.

Wer mit Verkaufszielen auf Networkingevents geht, der/die ist falsch.
Wer Networking mit Akquise verwechselt, mit dem möchte nach kurzer Zeit keiner mehr reden.

Es ist nicht überraschend, dass einige sehr verkaufsorientierte Branchen oder Marketingsysteme hier besonders negativ auffallen. deswegen z.B. untersagt XING Aktivitäten im bereich MLM (Multi Level Marketing), Network-Marketing o.ä. komplett. Die Erfahrung hat einfach gezeigt, dass solche Systeme enorm viel unnütze Kommunikation erzeugen. Und die mag niemand.

Und wie ist es richtig?
- Man trifft sich
- Man hat Visitenkarten dabei
- die wirft man nicht in die Runde sondern tauscht sie mit Gesprächspartnern aus (Platzwechsel ist nach einer Weile vollkommen OK)
- mit einem "und was machen Sie" leitet man nach einer kurzen Vorstellung, bei der man klar sagt, was man tut, den Austausch ein

(
Anektote zur Hebung der Networkingmoral (wer erkennt die Anspielung?):
I.
Bei einem Lunch hatte ich drei der fünf Anwesenden gefragt was sie tun, sie hatten es dem ganzen Tisch erzählt. Dann machte ich eine Pause. Keiner kam auf die Idee, mich oder die anderen beiden zu fragen was sie tun. Ich hab das dann übernommen. Als alle erzählt hatten,w as sie tun, fragte mich immer noch keiner, was ich tue. ich hab es dabei bewenden lassen. aber DAS ist kein Networking. Das ist eine Konsumhaltung.

II.
Bei einem anderen Lunch fragte ich eine Neubesucherin, was sie macht. Wir waren nur zu fünft. Die restlichen eineinhalb Stunden dominierte die Dame das Gespräch mit dem was SIE tut. Sie kam nicht auf die IDee, sich nach dem zu erkundigen,w as die anderen tun.
)
- wenn und nur wenn jemand signalisiert, dass das, was man da tut, für ihn als Kunden interessant ist, dann kann man sich zu einem Akquisegespräch treffen. Die Akquise gleich beim Networkingevent zu machen ist in der Regel unpassend, da man sich dadurch ja abkapselt.

- dem Event folgende Kontaktanfragen sind OK; in der Regel aber nur an Anwwesende

- dem Event vorangehende Kommunikation ist ok, WENN man konkretes Interesse hat, die betreffende Person zu treffen. In der regel wegen etwas, das diese Person BIETET.

- Kontaktanfragen und Nachrichten auf XING (bei "Nichtgetroffenen") sollen sich idR (d.h. es gibt Ausnahmen) auf das Profil der Person und dabei vor allem auf Suche/Biete beziehen.

Was tun?
- empfehlen Sie jemand weiter
- empfehlen Sie etwas auf der Startseite an Ihr Netzwerk oder via Twitter und Facebook weiter
- interagieren Sie mit Ihren Kontakten auf der Startseite und lernen Sie mehr darüber, was Sie tun
- Leisten Sie einen eigenen Beitrag in einer (Fach- oder Regional-)Gruppe, der einen Nutzwert für die Lesenden hat.
- Stellen Sie eine Frage in einer Fach- oder Regionalgruppe
- Gratulieren Sie Ihren Kontakten zum Geburtstag (dabei jede Werbung oder Bezugnahme auf Business vermeiden!)

Fragen?
Ideen?

13.07.2014

Ingress für iPhone-Nutzer (und andere Tipps für Einsteiger)

Seit ziemlich früh bin ich Ingress-Spieler. Ich mach viel allein hier im Dorf, ganz selten war ich auch mal bei Events. Spaß macht es trotzdem.
Ingress? Ein Handyspiel, das man draußen spielt. Ich nenne es auch: "Geeks lüften." Und: Es kommt in diesen Tagen für iOS raus, deshalb ist es prima, dass das Notizblog eine kleine Handreichung bereitstellt:

Ingress für iPhone-Nutzer

Darüberhinaus empfiehlt sich die Suche nach Ingress (ggf. ergänzt um den Namen der eigenen Region oder Stadt) bei Google+ (da sind alle) und die Lektüre von "How not to suck at Ingress" von Kris Köhntopp.

Und denkt dran: The world is not what it seems ;)

03.07.2014

"Barcamp Bodensee in Friedrichshafen" Jan Vinzenz Krause hat mich interviewt #bcbs14

Jan Vinzenz Krause, der mit seiner Firma "Vinzenzs Ventures" zu den Medienpartnern des #bcbs14 gehört, hat mich interviewt.
Und das Barcamp Bodensee am Wochenende hat noch Platz; einfach anmelden.
Video @ Facebook (leider nicht einbindbar...)
https://www.facebook.com/photo.php?v=817921201560868
Barcamp Bodensee in Friedrichshafen - Jan Vinzenz Krause

Test:



02.07.2014

Olivers #Wochenshow vom 2.7.2014

Olivers #Wochenshow vom 2.7.2014 - YouTube:

Was Startups und Fußball(-WM(-Spiele)) miteinander zu tun haben

Letzten Donnerstag hab ich Fußball geschaut. Weil ich ab Freitag vormittag in Hamburg zu tun hatte beim "Startup Hamburg WM Mixer" im Betahaus Hamburg (Schanzenviertel, wenn das nicht mal ablenkt).

Im Gegensatz zu früher (so vor 4+ Jahren) kannte ich nicht besonders viele Leute und obwohl das Spiel recht spannend und die amis gar nicht so mies waren, wie von manchen erhofft, hatte ich etwas Zeit zum Nachdenken:

Was haben eigentlich Fußball-WM-Spiele mit Startups zu tun?

Ja, hm. Das wird jetzt kein Buch, eher ein Brainstorming, aber mir sind ein paar Dinge aufgefallen.

Team
Investoren wollen Teams sehen. Teams die sich ergänzen, Teams die Erfahrung (auch vom Scheitern) mitbringen, Teams die zueinander halten. "Team" ist eigentlich immer eines der Hauptkriterien ob vor allem Investoren in der Frühphase zusteigen.

Ziel
Klar, das Ziel bei einer WM ist, zu gewinnen. alle auf dem Platz müssen motiviert sein, dieses Spiel, das nächste Spiel, die WM zu gewinnen. "Ach wir gründen mal was, es wird schon was werden und wenn nicht, auch egal." Tja, das funktioniert auch für Startups nicht. es muss klar sein, wo man hin will, und wie man da hin kommt. Startups alle 4 Monate zu drehen - das kann man machen. Nach meiner Beobachtung werden das dann Engineering-Käufe, wo jemand einfach nur ein Entwicklerteam haben will.

Koordination & Kommunikation
Kommunikation ist Key. Es gab im USA-Spiel einen Fall, in dem zwei (USA?-)Spieler Richtung Ball schauten und sich rückwärts rammten. der eine lang dann ziemlich fertig am Boden.Das kann auch in kleinen temas passieren: man hat ein gemeinsames Ziel, weil man aber nicht weiß, was der andere tut, wendet sich wertvolle Energie gegen einen selbst und verpufft - nicht ohne intern Schaden zu hinterlassen.

Spielmacher austauschen
Ich hab so ein schlechtes Gedächtnis, aber irgend ein deutscher sonst "guter" Spieler wurde ausgetauscht. Er war einfach "fertig", er hatte seien Rolle im Spiel gespielt und musste jemand abgeben, der in dieser Spielphase der bessere war.
In vielen Startups gibt es - nicht nur nach einem Verkauf - Punkte, an denen die Gründermannschaft gegen eine operativere Mannschaft ausgetauscht wird, die immer noch das Startup neu formt, aber eben anders, als die Gründer das getan haben. Wir kennen das: es gibt einfach "Gründertypen" (serial entrepreneurs) deren Talent und Leideschaft das Gründen ist, aber nicht das "profitabel halten". Die müssen oder dürfen und wollen dann gehen. Dürfen und wollen ist sicher besser. Im Fußball immerhin, wird in der regel erst irgendwann in der zweiten Halbzeit ausgetauscht, wo eh schon um die Ecke der Wadenkarmpf lauert. (Man hat bei #GERALG gesehen, wie das dann aussieht, wenn die stat 90 mal 120 Minuten spielen müssen.)

Last Startup Standing
Mit der Zeit werden es immer weniger. Manche werden "gedreht", entwickeln sich zu Agenturen zurück und arbeiten für Dritte, bauen ihr Produkt in eine kleine B2B-Lösung um und leben davon werden aufgelöst oder "für billig" aufgekauft. "WM gewinnen" wäre irgendwas zwischen Exit (aus Gründersicht) oder IPO (cf. Facebook, Twitter). Investoren kalkulieren, dass nur eine von zehn Investitionen sich auf diese Art rechnet. Die muss dann für die anderen neun das Geld mit reinholen.
Es werden jeden Tag weniger und die, die einige Investitionsrunden überstehen und irgendwann gar profitabel arbeiten, das sind die wenigsten und definitiv die besten. Aber auch die anderen haben viel gelernt und können das Wissen in der nächsten Gründung und im nächsten Turnier einsetzen.

Eure Gedanken?
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Danke an Sanja für den Tipp und ihr und Tim danke für die tolle Arbeit, die sie in HH machen und für die Einladung und fürs Ermutigen, das hier, so banal es sein mag, mal aufzuschreiben. Und vor allem an Co-Orgamisatorin der HH-Startups Sina ohne deren schnelles Freischalten in der HH-Startups-Gruppe (obwohl ich da an sich ja nix verloren habe) ich nichts von dem Event erfahren hätte.