03.07.2014

"Barcamp Bodensee in Friedrichshafen" Jan Vinzenz Krause hat mich interviewt #bcbs14

Jan Vinzenz Krause, der mit seiner Firma "Vinzenzs Ventures" zu den Medienpartnern des #bcbs14 gehört, hat mich interviewt.
Und das Barcamp Bodensee am Wochenende hat noch Platz; einfach anmelden.
Video @ Facebook (leider nicht einbindbar...)
https://www.facebook.com/photo.php?v=817921201560868
Barcamp Bodensee in Friedrichshafen - Jan Vinzenz Krause

Test:



02.07.2014

Olivers #Wochenshow vom 2.7.2014

Olivers #Wochenshow vom 2.7.2014 - YouTube:

Was Startups und Fußball(-WM(-Spiele)) miteinander zu tun haben

Letzten Donnerstag hab ich Fußball geschaut. Weil ich ab Freitag vormittag in Hamburg zu tun hatte beim "Startup Hamburg WM Mixer" im Betahaus Hamburg (Schanzenviertel, wenn das nicht mal ablenkt).

Im Gegensatz zu früher (so vor 4+ Jahren) kannte ich nicht besonders viele Leute und obwohl das Spiel recht spannend und die amis gar nicht so mies waren, wie von manchen erhofft, hatte ich etwas Zeit zum Nachdenken:

Was haben eigentlich Fußball-WM-Spiele mit Startups zu tun?

Ja, hm. Das wird jetzt kein Buch, eher ein Brainstorming, aber mir sind ein paar Dinge aufgefallen.

Team
Investoren wollen Teams sehen. Teams die sich ergänzen, Teams die Erfahrung (auch vom Scheitern) mitbringen, Teams die zueinander halten. "Team" ist eigentlich immer eines der Hauptkriterien ob vor allem Investoren in der Frühphase zusteigen.

Ziel
Klar, das Ziel bei einer WM ist, zu gewinnen. alle auf dem Platz müssen motiviert sein, dieses Spiel, das nächste Spiel, die WM zu gewinnen. "Ach wir gründen mal was, es wird schon was werden und wenn nicht, auch egal." Tja, das funktioniert auch für Startups nicht. es muss klar sein, wo man hin will, und wie man da hin kommt. Startups alle 4 Monate zu drehen - das kann man machen. Nach meiner Beobachtung werden das dann Engineering-Käufe, wo jemand einfach nur ein Entwicklerteam haben will.

Koordination & Kommunikation
Kommunikation ist Key. Es gab im USA-Spiel einen Fall, in dem zwei (USA?-)Spieler Richtung Ball schauten und sich rückwärts rammten. der eine lang dann ziemlich fertig am Boden.Das kann auch in kleinen temas passieren: man hat ein gemeinsames Ziel, weil man aber nicht weiß, was der andere tut, wendet sich wertvolle Energie gegen einen selbst und verpufft - nicht ohne intern Schaden zu hinterlassen.

Spielmacher austauschen
Ich hab so ein schlechtes Gedächtnis, aber irgend ein deutscher sonst "guter" Spieler wurde ausgetauscht. Er war einfach "fertig", er hatte seien Rolle im Spiel gespielt und musste jemand abgeben, der in dieser Spielphase der bessere war.
In vielen Startups gibt es - nicht nur nach einem Verkauf - Punkte, an denen die Gründermannschaft gegen eine operativere Mannschaft ausgetauscht wird, die immer noch das Startup neu formt, aber eben anders, als die Gründer das getan haben. Wir kennen das: es gibt einfach "Gründertypen" (serial entrepreneurs) deren Talent und Leideschaft das Gründen ist, aber nicht das "profitabel halten". Die müssen oder dürfen und wollen dann gehen. Dürfen und wollen ist sicher besser. Im Fußball immerhin, wird in der regel erst irgendwann in der zweiten Halbzeit ausgetauscht, wo eh schon um die Ecke der Wadenkarmpf lauert. (Man hat bei #GERALG gesehen, wie das dann aussieht, wenn die stat 90 mal 120 Minuten spielen müssen.)

Last Startup Standing
Mit der Zeit werden es immer weniger. Manche werden "gedreht", entwickeln sich zu Agenturen zurück und arbeiten für Dritte, bauen ihr Produkt in eine kleine B2B-Lösung um und leben davon werden aufgelöst oder "für billig" aufgekauft. "WM gewinnen" wäre irgendwas zwischen Exit (aus Gründersicht) oder IPO (cf. Facebook, Twitter). Investoren kalkulieren, dass nur eine von zehn Investitionen sich auf diese Art rechnet. Die muss dann für die anderen neun das Geld mit reinholen.
Es werden jeden Tag weniger und die, die einige Investitionsrunden überstehen und irgendwann gar profitabel arbeiten, das sind die wenigsten und definitiv die besten. Aber auch die anderen haben viel gelernt und können das Wissen in der nächsten Gründung und im nächsten Turnier einsetzen.

Eure Gedanken?
***
Danke an Sanja für den Tipp und ihr und Tim danke für die tolle Arbeit, die sie in HH machen und für die Einladung und fürs Ermutigen, das hier, so banal es sein mag, mal aufzuschreiben. Und vor allem an Co-Orgamisatorin der HH-Startups Sina ohne deren schnelles Freischalten in der HH-Startups-Gruppe (obwohl ich da an sich ja nix verloren habe) ich nichts von dem Event erfahren hätte.


01.07.2014

Psycho-Studie von Facebook: Vorschlag für eine andere Sichtweise

Die Empörung über Facebook ist mal wieder groß. Man lese zum Background z.B. dies hier:
Facebook steuert über Manipulierte Timeline Emotionen seiner Nutzer - SPIEGEL ONLINE

Also.

Man kann die ganze Sache ja auch mal anders interperetieren, nämlich als die Frage:

Hat Facebooks Stream und dessen Qualität und Gewichtung emotionale Folgen für seine vier Milliarden Nutzer?

Man stelle sich folgendes vor:

Aufgrund irgendeines Rückkoppelungsmechanismus, gelangen negative Statements vermehrt in die Streams und WENN das Effekte hat, werden dadurch immer MEHR negative Statements generiert (Ich les grade Christakis: Connected...). So. D.h. es kann sein, dass sich so Suizidwellen oder Depressionen verbreiten.

Also ist Facebook praktisch VERPFLICHTET eine solche Hypothese zu TESTEN, d.h. OB das passieren kann und OB es essentell ist, solche 'natürlichen' Verbreitungen ggf zu 'regeln'.

Ich würde mich jetzt mal vorsichtig zu der Hypothese versteigen dass es massiv kritikwürdig wäre, wenn Facebook das NICHT getestet hätte.

30.06.2014

FutureMe - Berufe erkunden mit Big Data und Xing

Beiträge zu XING hier im Weblog. XING hat ja mal einen Innovationspreis dafür gewonnen, das es regelmäßig Prototyping-Days bzw -Weeks durchführt. Ergebnis solcher "Kreativtage" (die da nicht nur die Developer machen, sondern alle Abteilungen) sind immer mal neue Betaprodukte - auf der Businessseite ist so (glaube ich) u.a. die Idee mit den XING-Coworkingspaces in den Design-Offices entstanden.

Das neueste Produkt jedenfalls ist das etwas kryptisch-englisch benannte
FutureMe - Berufe erkunden

Was tut das?

Es wertet die XING-Lebensläufe aus und zeigt dem Nutzer, was die Vorstadien oder Folgejobs bestimmter Tätigkeiten sind, welche Skills diejenigen haben, die einen bestimmten Job machen und... was man dabei verdienen kann (oder will). Angezeigt werden auch Beispielprpofile (die allerdings nicht zwingend Vorbildcharakter für eine Profilgestaltung haben ...)

Überraschend dürfte die Gehaltsangabe sein - woher weiß XING das, es gibt ja niemand bei XING sein aktuelles Gehalt ein? Man muss zugeben, dass das aus reinen Gehaltswünschen erzeugt wird, die man bei den Karrierewünschen oben rechts eintippen kann. Es wäre also davon auszugehen, dass die zwar realistisch aber auch nicht zu bescheiden ausgefüllt sind.

Da XING als Basis 13 Millionen Profile hat, dürften die Ergebnisse im großen und Ganzen OK sein. Immer ausgehend davon, dass es nicht alle Berufstätigen erfasst sondern nur die die (typischerweise) auf XING registriert sind.

Hier noch zwei Beispiele (Schickt gerne Links zu anderen guten oder auch missratenen Ergebnissen....):



Bei den Orten fände ich es z.B. ganz gut, wenn nicht nur der häufigste Ort genannt würde sondern auch zwei bis drei Folgende. (z.B hab ich glaub gefunden, dass Social Media Strategieberater typischerweise in Barcelona arbeiten...) Man muss die Landflucht ja nicht unnötig anheizen ;)

Wie kann ich bei Google+/ Facebook Interaktionen so richtig ins Rollen bringen? (Social Web Checklist)

Frage:
Wie kann ich bei Google+/ Facebook Interaktionen so richtig ins Rollen bringen?


Also.

das Wesentliche ist, sich auf den zu konzentrieren, mit dem man interagieren will, nicht zwingend allein auf die eigenen Ziele.

D.h. eigenes Ziel: "Der Kunde soll kaufen klicken!" -> wird idR nicht funktionieren

Aber:
- der User hat Fragen (Ich hab die Antworten)
- der Kunde wird das prima finden (und sharen)
- ich krieg Weiterempfehlungen und "earned reach", mehr Leute erfahren in positivem Kontext von mir 
- und ich bleibe beim User in positiver Erinnerung 

=> Bingo

WER der User ist, hängt von meinem Zielgruppen ab. Die sind oft weiter gestreut, als ich zunächst denke. Z.B. wird das Daimler-Blog SEHR gerne von Mitarbeitern gelesen. Oft fokussieren Onlinemarketer auf "(neue) Kunden" statt auf zukünftige und bestehende Mitarbeiter, Partner und... Bestandskunden.

Nächster Faktor ist der Dialog und der damit einhergehende Ausbau des Netzwerkes. D.h. ich sollte auch auf die Posts von anderen reagieren und mich so in deren Netzwerk ins Gespräch bringen. Das erzeugt neue Follower mit denen ich den Dialog ausweiten kann und die zu potentiellen Weiterempfehlern werden.

An sich ist die Antwort auf obige Farge nicht unter Buch-Volumen zu haben, aber ich denke das sind zwei Hauptfaktoren. 
Natürlich gibt es für die einzelnen Netzwerke noch zig einzelne Taktiken Tipps, Tricks (wie z.B. Google Author Rank) oder Tricks wie man Kunden zu Bewertungen (z.B. für Locations) ermutigen kann. Bei der allgemeinen Fragestellung von oben ist das aber schwer zu sagen.